Internet der Dinge

Industrie 4.0 und MES: Revolution oder Evolution?

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Auch BMW setzt schon seit Längerem auf Softwareingenieure, die in einem eigenen Bürogebäude die virtuelle Fabrik abbilden. Das ITZ, kurz für IT-Zentrum, ist großzügig dimensioniert, die Gänge sind lang wie sonst nur Flugzeugterminals. Es ist wohl auch als Statement dafür gedacht, dass Softwareingenieure bei BMW eine immer wichtigere Rolle spielen. Sie müssen dafür sorgen, dass sich Maschinen in ihrem Umfeld perfekt orientieren können. Man muss die Realität einfangen und in Bits und Bytes deutlich machen. „Wir arbeiten daran, die ganze Fabrik virtuell abzubilden“, sagte dort ein Mitarbeiter. Ein Kollege ergänzt: „Was wir hier machen, ist eine Grundvoraussetzung für das Gelingen der Industrie 4.0.“

Industrie 4.0 oder „Das Internet der Dinge“ oder einfach das industrielle Internet wird sich langsam aber stetig in der Produktion ausbreiten. Der Wechsel findet nicht über Nacht statt, sondern hält sukzessive Einzug in Planung, Betrieb und Technik. Entscheidend ist jedoch die Intelligenz der Vernetzung (Bild 4).

Systeme optimal vernetzen

Um die Zukunftsfähigkeit der Produktion in Deutschland zu sichern, ist die enge Zusammenarbeit von Mensch, Maschine und Material notwendig, um Aufträge bedarfsgerecht zu erfüllen. Dazu müssen zentrale und dezentrale Systeme optimal zusammenarbeiten und genau das ist Ziel von Industrie 4.0. Die Geschwindigkeit bei der Durchsetzung wird entscheidend von der menschlichen Seite bestimmt. Die junge Generation, die mit dem Internet aufwächst, trägt sicherlich zur Beschleunigung der Umsetzung bei. Softwareingenieure sind gefordert, nicht nur die Kommunikationstechnik voranzutreiben, sondern insbesondere intelligente Applikationen zu entwickeln, die die erfassten Datenmengen intelligent verarbeiten und für selbststeuernde Aktionen der Betriebsmittel verwenden. Dabei kann sich Deutschland einen Vorsprung erarbeiten, der nicht so leicht zu kopieren ist.

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