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Ines sorgt für schlaues Stromnetz

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Im Jahr 2011 wurde von den Unternehmen SAG GmbH, Mainova AG und Bilfinger Mauell GmbH sowie der Bergischen Universität Wuppertal das Forschungsprojekt Ines gestartet. Seit 2012 wird das daraus entwickelte intelligente Verteilnetz-Management bereits in mehreren Netzgebieten erfolgreich eingesetzt

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Sven Behrend, Geschäftsführer der SAG GmbH: „Der modulare Aufbau des Systems ermöglicht in bestehenden Ortsnetzen die Realisierung eines individuellen dezentralen Smart Grids in unterschiedlichen Ausbaustufen.“
Sven Behrend, Geschäftsführer der SAG GmbH: „Der modulare Aufbau des Systems ermöglicht in bestehenden Ortsnetzen die Realisierung eines individuellen dezentralen Smart Grids in unterschiedlichen Ausbaustufen.“
(Bild: SAG)

Ines die erste ganzheitliche Systemlösung und offene Smart-Grid-Systemplattform für die dezentrale Netzführung und Netzautomatisierung. „Der modulare Aufbau des Systems ermöglicht in bestehenden Ortsnetzen die Realisierung eines individuellen dezentralen Smart Grids in unterschiedlichen Ausbaustufen“, erläutert Behrend. Dies reiche von der intelligenten Ortsnetzstation mit Stationsmonitoring über das Netzmonitoring bis hin zur dezentralen Netzautomatisierung, mit der die kompletten Einspeise- und Lastflusssituationen in Echtzeit kontrolliert und bei Bedarf kritische Abweichungen gezielt behoben werden könnten.

Ines integriert Regelungskomponenten von Drittherstellern

Als offene Smart-Grid-Systemplattform integriere Ines am Markt verfügbare Regelungskomponenten von Drittherstellern zur Spannungs-, Blindleistungs- und Wirkleistungsregelung, wie zum Beispiel regelbare Ortsnetztrafos, Längsregler, Wechselrichter, EEG-Erzeuger (Photovoltaik, Wind, Biomasse, Biogas), Speicher und besonders leistungsstarke Verbraucher (Kühlanlagen, Wärmepumpen).

Das Konzept der dezentralen Netzautomatisierung von Ines nutzt zur Netzzustandserkennung und automatisierten Regelung neue Softwareagenten – mit dem Ergebnis, dass das Versorgungssystem flexibler werde unter Vermeidung eines ansonsten „non-smarten“, kostenintensiven, konventionellen Netzausbaus, so Behrend.

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