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3D-Scanning Kamera und Projektor in 3D-Scanner verwandeln

| Redakteur: Linda Kuhn

Die Nachfrage nach 3D-Scannern steigt, trotzdem sind diese entweder teuer oder liefern verhältnismäßig schlechte Daten. „3Digify Technologies“, die jüngste Ausgründung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (Dfki) und der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern hat deshalb eine neue Software entwickelt. „3Digify“ würde handelsübliche Kameras und Projektoren in leistungsstarke 3D-Scanner verwandeln, sodass die Technik für jeden erschwinglich ist.

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Die Software „3Digify“ verwandelt zwei gewöhnliche Kameras und einen Projektor zu einem 3D-Scanner.
Die Software „3Digify“ verwandelt zwei gewöhnliche Kameras und einen Projektor zu einem 3D-Scanner.
(Bild: DFKI)

Der Bedarf an Technologien zur 3D-Digitalisierung steigt seit einigen Jahren. Wissenschaftler des Dfki-Forschungsbereichs Erweiterte Realität haben diesen Trend bereits 2009 erkannt: Seitdem wurden unter der Leitung von Didier Stricker, Wissenschaftlicher Direktor am Dfki und Professor für Informatik an der TU Kaiserslautern, mehrere 3D-Scanner entwickelt. Die Ergebnisse dieser Forschung werden durch das im Januar 2016 gegründete Spin-off 3Digify Technologies weiterentwickelt und vermarktet.

3D-Scanner für 150 euro

3Digify verfolgt das Ziel, hochwertige Scantechnologie für jeden verfügbar zu machen. Die Firma bietet Plug-and-Play Software an, die vom Anwender bereitgestellte Kameras und Projektoren (Beamer) in leistungsfähige 3D-Scanner verwandelt. Durch die Auswahl der Geräte kann der Anwender sowohl Preis als auch Leistung des Systems selbst bestimmen. Da 3Digify 3D-Punkte pro Kamerapixel rekonstruiert, sind die Auflösung und Qualität der Kameras maßgeblich für die Güte des 3D-Scans verantwortlich. Mit Webcams und einem Beamer der unteren Leistungsklasse lasse sich ein System bereits ab 150 Euro realisieren.

Per Crowdfunding zur Open Source Software

Um die Weiterentwicklung der Software zu finanzieren und das Marktvolumen korrekt einzuschätzen, führt 3Digify Technologies seit 14. März 2016 eine Crowdfunding-Kampagne durch. Ziel sei es einen Teil der neuen Technologien des Unternehmens der Allgemeinheit als quelloffene Software (Open Source) kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sollte die Kampagne erfolgreich verlaufen, würde die Erfassung der Geometrie, das heißt die Vermessung von Objekten, kostenlos angeboten werden. Sind weitere Daten wie beispielsweise die Farbe des Objektes gewünscht, könnten Anwender für ca. 40 Euro im Monat Zugang zu allen Funktionen des Programms abonnieren.

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