Suchen

Fraunhofer-IWU Karosseriebau-Kolloquium zeigt drastischen Wandel in der Automobilproduktion auf

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Automobilwelt wandelt sich rasant, und mit ihr der Karosseriebau. Prof. Matthias Putz, Leiter des Fraunhofer-IWU, machte auf dem 8. Karosseriebau-Kolloquium seines Instituts drei wichtige Trends aus.

Firma zum Thema

„Nur der Wandel ist ganz sicher“, gab Prof. Matthias Putz, Leiter des Fraunhofer-IWU in Chemnitz, den Teilnehmern des 8. Karosseriebau-Kolloquiums mit auf den Weg.
„Nur der Wandel ist ganz sicher“, gab Prof. Matthias Putz, Leiter des Fraunhofer-IWU in Chemnitz, den Teilnehmern des 8. Karosseriebau-Kolloquiums mit auf den Weg.
(Bild: Fraunhofer-IWU)

Erstens verlagern sich mit dem Wachstum der Automobilproduktion auch die Standorte – schon heute wird ein Viertel der Autos weltweit in China gefertigt. Zweitens wandelt sich die Art der Mobilität durch alternative Antriebe, autonomes fahren und Digitalisierung, ohne dass bereits klar ist, was sich am Markt durchsetzen wird. Drittens beeinflusst die Digitalisierung auch die Produktion - sei es über das Internet der Dinge, cyber-physische Produktionssysteme, Big Data oder die smarte Fabrik. „Alle drei Trends sind auch Einflussfaktoren auf die Wertschöpfungskette, von den Werkstoffen über die Produktion bis zur Distribution“, stellte Putz fest. Alles in allem sei aber nur der Wandel selbst sicher, nicht das Wie.

Das Fraunhofer-IWU hat sich laut Putz auf das neue Umfeld bereits eingestellt, indem es die gesamte Prozesskette des Karosseriebaus einschließlich der Entwicklung abdeckt. „Ziel ist der autonome Karosseriebau“, sagte der Institutsleiter.

Auch Volkswagen stellt sich diesem Wandel, wie Christian Borowetz, Leiter Fertigungstechnologien, darlegte. „Bisher war das Fahrzeug ein Fahrzeug – mit der Digitalisierung gibt es neue Geschäftsmodelle“, erläuterte er auf dem Kolloquium. Auch die Produktion stehe vor erheblichen Umbrüchen, beispielsweise durch feinfühlige Roboter oder den 3D-Druck. Damit werden immer mehr Fertigungsbereiche automatisiert, die bisher dem Menschen vorbehalten sind. Die Begrenzung von Aufwand und Kosten bleibe aber eine der wichtigsten Herausforderungen. „Stofflicher Leichtbau ist derzeit noch zu aufwendig, um ihn in der Grooßserie einzusetzen“, nannte Borowetz ein Beispiel.

(ID:45000435)