Composites Europe 2012 Kern der Automatisierung sind Produktionszellen
Bei hochfesten FVK-Bauteilen führt der Weg zur Serie über automatisierte Produktionszellen. Automatisierungsbasis sind mittlere Losgrößen, die über weiterentwickelte Prozesse erschlossen werden. Die Composites Europe 2012 bestätigte die Richtung.
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Was noch vor zehn bis fünfzehn Jahren fast ausschließlich in Manufakturen für High-End-Anwendungen stattfand, durchläuft heute einen Industrialisierungsprozess: die Produktion von hochfesten Faserverbundbauteilen. Treiber dieser Entwicklung ist ein allseitig prognostiziertes zweistelliges Mengenwachstum bei CFK-Bauteilen in den nächsten Jahren. Es wird den Produktionslosen in diesem Jahrzehnt den Weg zu den mittleren Losgrößen weisen. Dem Maschinen- und Anlagenbau kommt dabei eine bedeutende Rolle zu. Er soll überproportional viele der in dieser Zeit lösbaren Brocken aus dem Weg räumen.
Bei Prozessen kommen die Kosten am stärksten ins Rutschen
So halten es das VDMA-Forum Composite Technology und die Strategieberatung Roland Berger für realistisch, dass die Verfahrens- und Prozesskosten bis zum Jahr 2020 um etwa 40 % sinken werden. Zu diesem Ergebnis kommen die zwei Partner in ihrer gemeinsamen Perspektivstudie für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau im Bereich hochfester Bauteile für Faserverbundkunststoffe. Darin stellen sie fest, dass die Verfahrens- und Prozesskosten in diesem Jahrzehnt durchaus doppelt so schnell wie die Faserkosten sinken können. Somit sei eine Senkung der gesamten Bauteilkosten um etwa 30 % zu erwarten.
Anwendungsfokus liegt auf Losgrößen von mehr als 10.000
Im Rahmen der Composites Europe 2012 wurde die Studie der Branche vorgestellt. Dort zeigte es sich, dass die darin vermerkten Ansätze zu Verfahrens- und Prozessentwicklungen angegangen werden. Der Anwendungsfokus liegt auf Losgrößen von mehr als 10.000. Für die Verfahrens- und Prozessumsetzung kommt laut Studie eine teilautomatisierte Produktion in Betracht – mit automatisierten Produktionszellen und manuellem Weitertransport statt komplett automatisierten Linien, wie Dr. Ralph Lässig, Partner von Roland Berger Strategy Consultants, bei der Vorstellung der Studie auf der parallel zur Messe stattfindenden AVK-Jahrestagung formulierte.
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