Composites Europe 2012

Kern der Automatisierung sind Produktionszellen

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RTM- und Umformverfahren sind Prozesse mit viel Potenzial

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau setzt dazu in der Mehrheit auf eine Anpassung oder Weiterentwicklung vorhandener Verfahren oder Prozesse. Grund dafür ist das noch kleine Marktvolumen bei Produktionssystemen für hochfeste Faserverbundbauteile.

In der Studie wird das Volumen auf heute weltweit 340 Mio. Euro geschätzt. Es soll in den nächsten acht Jahren um durchschnittlich 7 % auf gut 600 Mio. Euro steigen. Vor allem dem RTM-Verfahren und dem Umformen von Organoblechen wird dabei ein erhebliches Effizienzpotenzial zugeschrieben. Beide Verfahren seien auch langfristig für die Serienproduktion von Struktur- und flächigen Bauteilen geeignet.

Trotz der Verdoppelung behält der Markt für Produktionssysteme vorerst seine moderate Größe – ebenso wie der Markt für CFK-Bauteile, der trotz des prognostizierten zweistelligen Wachstums laut Studie bis zum Jahr 2020 weiterhin erst einen kleinen Anteil bei hochfesten Faserverbundbauteilen einnehmen wird. Erst danach wird ein deutlicher Volumenanstieg erwartet.

Zentraler Treiber sind hybridisierte CFK-Bauteile

Zentraler Treiber sollen dabei hybridisierte CFK-Bauteile sein, bei denen teure Endlosfasern aus Kohlenstoff nur dort eingesetzt werden, wo sie ihre Stärken bestens ausspielen können. An anderen Stellen sei der Einsatz günstigerer Materialien wie Kurzglasfasern oder gar von Metallen möglich.

Wer an diesem Anstieg teilhaben will, muss am Markt schon heute Position beziehen. Die Messe offenbarte dazu unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit. So gibt es bereits Kooperationen zwischen Maschinen- und Anlagenherstellern, die zusammen eine Systempartnerschaft am Markt anstreben.

Solche Arbeitsgemeinschaften sind laut Studie sehr innovativ. Sie werden in den nächsten Jahren die Verfahrens- und Prozessintegration wesentlich vorantreiben. Heute schlüpfen noch Anwender in die Rolle des Systemintegrators, der sich das Verfahrens- und Prozess-Know-how mindestens teilweise „von außen“ holt.

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