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Hermes Award 2019

Klettverschluss mit Auszeichnung

| Autor/ Redakteur: Udo Schnell / M. A. Benedikt Hofmann

Das Klett-Welding Tape der Nano-Wired GmbH ist der Gewinner des diesjährigen Hermes Awards. Bei der Innovation des Gernsbacher Unternehmens handelt es sich um ein weltweit einzigartiges Verfahren, mit dem sich zuvor speziell behandelte Elektronikbauteile schnell, präzise und umweltfreundlich bei Raumtemperatur verbinden lassen. Die Auszeichnung wurde, wie es seit nunmehr sechzehn Jahren Tradition ist, auf der Eröffnungsfeier der Hannover Messe verliehen.

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Im Bild: Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Olav Birlem, CEO, Nano-Wired GmbH, Dr. Sebastian Quednau, CTO, Nano-Wired GmbH und Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung.
Im Bild: Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Olav Birlem, CEO, Nano-Wired GmbH, Dr. Sebastian Quednau, CTO, Nano-Wired GmbH und Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung.
(Bild: Deutsche Messe AG)

Klett-Welding basiert auf Nanodrähten, die wie ein metallischer Rasen auf eine beliebige Oberfläche aufgebracht werden. Durch einfaches Zusammendrücken der auf diese Weise vorbereiteten Teile verhaken sich die Drähte wie bei einem Klettverschluss – mit dem Unterschied, dass die Verbindung dauerhaft stabil sowie elektrisch und thermisch extrem leitfähig ist.

Ein großer Vorteil dieser Technik ist, dass sie kostengünstiger ist als herkömmliche Verfahren wie Löten, Kleben und Bonden. Sie kann unter anderem in den Bereichen Sensoren, Halbleiter, Automobil und Konsumgüter eingesetzt werden. Besonders bei temperaturfreien Verbindungen kann man Produktionsprozesse von Löten auf Stecken umstellen und damit sowohl Anlagenequipment einsparen als auch die Produktionskosten senken.

Die Nominierten

Neben dem Unternehmen Nano-Wired waren ABB mit dem Produkt Ni-Temp und Arkite mit dem Human Interface Mate für den diesjährigen Hermes Award nominiert. Bei dem nominierten Produkt Ni-Temp von ABB handelt es sich um ein Temperaturmessgerät mit nichtinvasiver Sensorik. In der Prozessindustrie werden Temperaturen innerhalb von Rohrleitungen in der Regel invasiv mithilfe von eingebauten Thermometern durchgeführt, wobei die Rohrleitungen an der Messstelle durchbohrt werden und zusätzlich ein Schutzrohr eingebaut werden muss. Im Gegensatz zu bestehenden Messverfahren misst Ni-Temp die Temperatur an der Oberfläche und macht somit Schutzrohre sowie ein direktes Eingreifen in den Prozess überflüssig. Weil für die Installation und den Service kein Herunterfahren erforderlich ist, werden die Systemkosten gesenkt und Investitionsausgaben reduziert.

Ebenfalls nominiert wurde das Human Interface Mate (HIM) von Arkite – ein neuartiges Bedienerführungssystem, welches dem Mitarbeiter über eine Projektion in Echtzeit Montageanweisungen und Orientierungshilfen gibt und bei Fehlern vorausschauend warnt. Die 3D-Objekterkennungstechnik führt den Mitarbeiter fehlerfrei durch seinen Arbeitsprozess und trägt damit nicht nur zur Effizienzsteigerung bei, sondern verbessert auch die Flexibilität und Qualität von Montageprozessen. Handbücher, Prüflisten oder handschriftliche Protokolle gehören damit der Vergangenheit an. Projektingenieure können mit der HIM-Software Montageprojekte ohne Programmierkenntnisse erstellen.

Deutsche Messe, www.hannovermesse.de, Halle 2

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 Udo Schnell

Udo Schnell

, MM MaschinenMarkt