Ergonomie

Körpergerechtes Sitzen ist praktizierter Gesundheitsschutz

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Ansonsten haben sich verschiedene Personen unter identischen Arbeitsplatzbedingungen und bei gleichen Aufgaben unterschiedlich bewegt. Eine Erkenntnis der Studie ist, dass jeder Mensch ein individuelles, von Kindheit an gelerntes Sitzverhalten hat.

Dieses charakterisiert sich nicht nur in den ausladenden Bewegungen und Veränderungen der Sitzposition, sondern auch in den vielen kleinen Haltungswechseln. Dabei ist bekannt, dass auch die Mikrobewegungen die Wirbelsäule be- und entlasten und damit für ein körpergerechtes Sitzen am Arbeitsplatz bedeutsam sind. Schränkt man diese ein, ist das körpergerechte Sitzen im Lot nicht mehr möglich.

Die vordere Sitzhaltung ist die beliebteste

Auch wenn jeder Mensch anders sitzt, lassen sich aus den Untersuchungsergebnissen klare Präferenzen ableiten: Beim Vergleich der verschiedenen Sitzhaltungen zeigt sich sehr deutlich, dass die vordere Sitzhaltung die beliebteste ist.

Diese Erkenntnis konterkariert die bisher übliche Betrachtungsweise und führt zu weitreichenden Aussagen hinsichtlich der zu präferierenden Sitzgestaltung: Um den Be-Sitzer eines Stuhls beim körpergerechten Sitzen zu unterstützen, reicht es nicht alleine aus, dass die Stuhltechnik die Bewegung zwischen Rückenlehne und Sitzfläche unterstützt. Vielmehr kommt die Studie zu dem Schluss, dass insbesondere eine synchronisierte negative, also nach vorne gerichtete Neigung von Sitzfläche und Rückenteil für ein dynamisches Sitzen von entscheidender Bedeutung ist. Diese bietet die notwendigen Freiheitsgrade für die Mikrobewegungen.

Synchronmechanik sorgt für richtigen Neigungswinkel

Eine nach vorne geneigte Sitz- und Rückenfläche vermeidet das Zurückdrehen des Beckens. Der Mensch wird damit geleitet, im Lot zu sitzen. Das entlastet die Wirbelsäule mechanisch. Denn die Krümmung der Wirbelsäule bleibt im Sitzen annähernd so wie im Stehen.

Ein aufrechtes Sitzen mit einem festen Stand beider Füße auf dem Boden führt zu entspanntem und gleichzeitig bewegtem Sitzen. Aus diesem Grunde ist aus biomechanischer Sicht eine deutliche negative Neigung von Sitzfläche und Rückenteil der wichtigste Parameter für ein körpergerechtes Sitzen am Arbeitsplatz (Bilder 1 und 2).

Dies wird durch eine spezielle Synchronmechanik wie der Syncro-Activ-Balance erzielt. Bei dieser sorgt ein Neigungswinkel der Sitzfläche von -12° bei gleichzeitiger Neigung des Rückenteils dafür, dass der Mensch in seiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt ist.

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