Linde und Maximator Kohlendioxid kürzt Zykluszeiten bei GID

Autor / Redakteur: Andreas Praller und René Himmelstein / Peter Königsreuther

Linde und Maximator haben ein System namens Plastinum GIM C geschaffen, dass der Engel Formenbau und Spritzguss GmbH in Sinsheim bei der Herstellung von Kühlschrankgriffen via Gasinnendruck-Technik (GID) einen wertvollen Zeitvorteil verschafft: Statt Stickstoff, nutzt man nun CO2 als Gas.

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Die Zykluszeit bei der Herstellung eines Kühlschrankgriffs konnte bei Engel Formenbau in Sinsheim um 36 % reduziert werden, weil man für das Gasinnendruck-Verfahren (GID) statt Stickstoff nun CO2 nutzt. Die Voraussetzungen wurden von Spezialisten der Linde AG und Maximator geschaffen und konzentrieren sich im sogenannten Plastinum GIM C System.
Die Zykluszeit bei der Herstellung eines Kühlschrankgriffs konnte bei Engel Formenbau in Sinsheim um 36 % reduziert werden, weil man für das Gasinnendruck-Verfahren (GID) statt Stickstoff nun CO2 nutzt. Die Voraussetzungen wurden von Spezialisten der Linde AG und Maximator geschaffen und konzentrieren sich im sogenannten Plastinum GIM C System.
(Bild: Engel)

Seit Sommer 2015 setzt das Sinsheimer Unternehmen erstmals Kohlendioxid (CO2) als Injektionsfluid in der Serienproduktion ein. Die Zykluszeit konnte dadurch bei einem Kühlschrankgriff um 36 % reduziert werden. Die Voraussetzung für diesen Produktivitätssprung schafft das von Linde und Maximator entwickelte das pateniterte System Plastinum GIM C.

Klein aber oho...

Die kleinsten Bauteile im Portfolio der Engel Formenbau und Spritzguss GmbH wiegen nicht einmal ein Gramm. Und dennoch steckt das gesammelte Know-how aus jahrzehntelanger Erfahrung und innovativer Technik in jedem einzelnen von ihnen. So hat sich das von den Brüdern Klaus und Dietmar Engel geführte Unternehmen mit Sitz im badischen Sinsheim zu einem führenden internationalen Lieferanten in den Geschäftsfeldern Hausgeräte, Automobil, Haustechnik und erneuerbare Energien entwickelt: Rund 7 bis 10 Mio. Stk. hochwertige Spritzgussbauteile verschiedenster Größe verlassen das Werk jedes Jahr, um dann von namhaften Markenherstellern zum Beispiel als Griffe an Kühlschranktüren oder in Luxuslimousinen montiert zu werden.

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Damit agiert der Mittelständler erfolgreich in einem so globalen wie preisgetriebenen Marktumfeld. „Innovation ist für uns der entscheidende Faktor, um als vergleichsweise kleines Unternehmen in dieser Liga zu bestehen“, bringt Dietmar Engel diesen Wettbewerbsvorteil auf den Punkt. Über das konventionelle Spritzgießen hinaus hat man sich in Sinsheim deshalb auf neue und besonders leistungsfähige Produktionsverfahren spezialisiert. Ein Beispiel dafür ist die ausgewiesene Kompetenz in der Verarbeitung von Hochtemperaturkunststoffen. Vor allem aber setzen die Gebrüder Engel bereits seit über 25 Jahren auf die Gas-Innendruck-Technik (GID). Damit zählen sie zu den absoluten Pionieren in diesem Bereich.

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