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3D-Kunststoffdruck Kooperation von BASF, HP und Oechsler zur Additiven Fertigung

| Redakteur: Simone Käfer

Die Kooperationspartner wollen die Massenproduktion von 3D-Druckteilen im Kunststoffbereich beschleunigen.

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(Bild: gemeinfrei (Image by <a href="https://pixabay.com/users/geralt-9301/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=1697895">Gerd Altmann</a> from <a href="https://pixabay.com/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=1697895">Pixabay</a>) / Pixabay )

Der Chemiekonzern BASF, der 3D-Drucker-Hersteller HP und das Kunststofftechnik-Unternehmen Oechsler haben sich zusammengeschlossen, um die industrielle Massenproduktion von 3D-gedruckten Teilen im Kunststoffbereich voran zu treiben.

Oechsler fertigt Präzisions-Kunststoffteile und Baugruppen für Automobil-, Medizin-, Kommunikations- und Industrietechnik, bietet aber auch Produktentwicklung, Prototyping, Produktmanagement sowie spezialisierten Werkzeugbau. Das Spektrum für einen Einsatz der Additiven Fertigung ist also breit. Derzeit liegen Anwendungen aus den Bereichen Automobil, Haushalts- und Medizingeräte im Fokus, bei denen durch additives Konstruieren neue Produktdesigns umgesetzt werden sollen.

Hierzu hat Oechsler in seinem Werk im deutschen Ansbach HP-Maschinen vom Typ Jet Fusion 5200 installiert. Die Drucker mit einem Bauraum von 380 mm × 284 mm × 380 mm arbeiten mit einer Baugeschwindigkeit von 5.058 cm³/h bei einer Schichtdicke von 0,08 mm. Verarbeitet werden für additive Produktionsverfahren optimierte Kunststoffe der BASF, wie das erste nachhaltige Polypropylen HP 3D High Reusability Polypropylen (PP) und das thermoplastische Polyurethan (TPU) Ultrasint. Zum Postprocessing nutze Oechsler als erstes Unternehmen die von Rösler und HP entwickelte Nachbearbeitungslösung für die Jet-Fusion-5200-Serie, meldet HP.

„Mit dieser Partnerschaft kommen wir einem entscheidenden strategischen Ziel der Oechsler Gruppe einen großen Schritt näher: unsere herstellerunabhängige Produktionsstrategie und die Serienproduktion von 3D-Druckteilen auszubauen und so unseren Führungsanspruch im Additive Manufacturing zu untermauern“, erklärte Dr. Claudius M. Kozlik, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Oechsler AG. Kozlik sieht die Kooperation auch als Einstieg in eine nachhaltige Kunststoff-Fertigung, die die Entwicklung hin zu einer kohlenstoffarmen Kreislaufwirtschaft unterstütze.

Oechsler arbeitet seit 2017 unter anderem für Adidas und Porsche mit Additiver Fertigung. Die drei involvierten Produktionsstätten Ansbach, Acworth (USA) und Taicang (China) erwirtschaften rund 10 % des Konzernumsatzes, teilt Oechsler mit. Dabei nutzt Oechsler auch das harzbasierte Verfahren Clip (continuous liquid interface production) des US-amerikanischen Unternehmens Carbon.

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