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Weil die Lasertechnik hohe Investitionen erfordert, lohnt sich eine Umstellung erst bei entsprechender Auslastung. Das ist bei den bisherigen Stückzahlen an Strukturteilen, die in der Luftfahrttechnik aus Faserverbundwerkstoffen gefertigt sind, noch nicht der Fall. Blickt man auf die Flugzeuge der neuen Generation wie die Boeing 787 oder den Airbus A350 XWB, wird sich das jedoch bald ändern. Die ersten industriellen Anwendungen belegen bereits das Potenzial der neuen Technik.
Laser entfernt Trennmittelreste von den Bauteiloberflächen
Unabhängig davon gibt es heute für den Laser bereits weitere Anwendungen rund um die Faserverbundwerkstoffe. So wird der SLCR-Prozess bereits zur Aktivierung von Kunststoffoberflächen angewendet: zur Oberflächenvorbereitung für nachfolgende Prozesse wie Lackieren oder Kleben.
Dabei entfernt der Laser zum Beispiel vorhandene Trennmittelreste von den Bauteiloberflächen oder dient zum Konditionieren.
Der SLCR-Prozess bietet die Möglichkeit, den Bauteiloberflächen zielgerichtet, sauber und schnell die gewünschten Eigenschaften zu verleihen. Untersuchungsergebnisse belegen die Vorteile dieses Verfahrens. Automobilzulieferer beschäftigen sich zurzeit mit der Verfahrenseinführung und -integration in ihre Fertigungslinien.
Oberflächenvorbereitung nach dem SLCR-Prozess
Die Luftfahrtindustrie nutzt den Prozess bereits. Die bisher größte Anwendung umfasst die Oberflächenvorbereitung zum Lackieren der Höhen- und Seitenleitwerke bei Airbus in Stade. Dort werden Bauteile mit bis zu 4 m Höhe und 20 m Länge vom Trennmittel gereinigt und für das Aufbringen des Anstrichsystems vorbereitet.
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