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Wasserstrahlschneiden

Kostengünstiger Einstieg in das Wasserstrahlschneiden

| Autor/ Redakteur: Ingo Decker / Stefanie Michel

Beim Wasserstrahlschneiden kommt es auf den Druck an. Deshalb ist es wichtig, dass auch kleine Anlagen mit einer leistungsfähigen Hochdruckpumpe ausgestattet werden. Sie bieten auf diese Weise einen kostengünstigen Einstieg in dieses universelle Schneidverfahren und können Schnittfugenbreiten bis 0,3 mm erzeugen.

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(Bild: Knuth Werkzeugmaschinen)

Das Wasserstrahlschneiden weist eine große Anwendungsvielfalt auf: von schaumartigen und massiven Kunststoffen über alle Metalle bis zu Glas und Steinen. Es ist damit die universellste Technologie unter den Strahlschneidverfahren. Dabei ist zwischen dem Pur- und dem Abrasivwasserstrahl zu unterscheiden. Für weiche Materialien reicht der feine Hochdruck-Wasserstrahl allein aus, um in das Material einzudringen, während bei harten Werkstoffen dem Wasserstrahl ein fein gekörnter Sand als Abrasivstoff hinzugefügt wird. Die Kompaktanlage Hydro-Jet Eco 0515 SL von Knuth ist für beide Verfahrensarten vorbereitet.

Mit Wasserstrahlschneiden große Materialdicken ohne Wärme trennen

Im Unterschied zu den thermischen Verfahren Laser- und Plasmaschneiden ist das Wasserstrahlschneiden ein kaltes Trennverfahren, bei welchem allein der Impulsübertrag aus dem hoch beschleunigten Strahl in den Werkstoff den Abtrag des Schnittfugenmaterials bewirkt. Deshalb kann zum Schneiden auch großer Materialdicken eine sehr niedrige Schneidgeschwindigkeit eingestellt werden, ohne dass es zu einer unzulässigen Wärmebeeinflussung des Materials kommt. Beim Hydro-Jet Eco 0515 SL können in der Standardausstattung des Wasserbeckens bis zu 75 mm dicke Werkstücke bearbeitet werden. Sollen noch größere Dicken geschnitten werden, ist es möglich, die Tischlamellen, auf denen das Werkstück liegt, gegen tiefer in das Wasserbecken hinein reichende Lamellen auszutauschen.

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Der Hydro-Jet Eco 0515 SL ist die kleinste Maschine unter den von Knuth Werkzeugmaschinen angebotenen Wasserstrahlschneidanlagen. Die 1500 mm breite und 500 mm tiefe Arbeitsfläche ist von drei Seiten her direkt zugänglich, sodass die Werkstücke optimal aufgelegt und abgehoben werden können. Das Wasserbecken ist eine geschweißte Kastenkonstruktion aus rostfreiem Edelstahl, die eine lange Lebensdauer der Maschine gewährleistet und auch die Herstellung von Bauteilen zulässt, die später von Korrosion beansprucht werden.

Kugelumlaufspindel gewährleistet hohe Genauigkeit beim Schneiden

Das Bewegungssystem ist nach dem Prinzip eines XY-Kreuztisches aufgebaut, an dessen Stirnseite die Z-Achse mit dem Schneidkopf in steifer Schraubkonstruktion vorgehängt ist. Zusammen mit den Antrieb in den Verfahrachsen X und Y auf Basis von Kugelumlaufspindeln wird eine hohe Genauigkeit des Schneidvorgangs gewährleistet.

Das Bewegungssystem ruht auf einem Gestell, das aus miteinander verspannten Granitquadern zusammengesetzt ist. Somit ist es sehr steif und gegen Schwingungen gedämpft montiert. Auch das Wasserbecken ruht zusammen mit dem Absetzbecken auf dem Gestell, sodass eine unverrückbare Einheit aus Bearbeitungsfläche und Bewegungssystem besteht. Mit dem an die Rückseite des Gestells montierten Schaltschrank ergibt sich ein sehr kompaktes Maschinendesign.

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