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Aber das ist nicht perfekt. Kein Druckregler ist perfekt. Mit zunehmendem Systemdurchfluss sinkt der Druck an der Ausgangsseite des Druckreglers ab. Hierbei stellt sich die wichtige Frage: Um wie viel fällt der Druck ab?
Druckregler sollte konstante Drücke bei starken Durchflussänderungen beibehalten
Nutzer sollten beim Lesen eines Durchflussdiagramms als Erstes den Durchflussbereich, den er in seinem System erwarten könnte, identifizieren. Diese Durchflüsse sollten auf der Kurve markiert werden. Dann liest der Benutzer ab, wie sich der Ausgangsdruck dementsprechend verändern wird.
Der Anwender muss sich fragen: Ist dieser Druckbereich akzeptabel für mich? Wenn nicht, muss er nach einem anderen Druckregler suchen. Idealerweise sollte der Druckregler auf dem flachsten Teil der Kurve betrieben werden. Dort wird der Druckregler auch mit starken Durchflussänderungen relative konstante Drücke beibehalten.
An den Enden der Kurve fällt die Kurve stark ab, was bedeutet, dass sich der Druck auch mit einer geringfügigen Durchflussänderung dramatisch ändern wird. Ein Betrieb des Druckreglers in diesen Bereichen sollte vermieden werden.
Im Zweifel beim Druckregler-Hersteller nach dem Kurvensatz fragen
Jeder Druckregler kann eine fast unendliche Anzahl von Kurven erzeugen, daher muss sichergestellt sein, dass sich der Anwender die richtige Kurve ansieht. Für jeden Einstelldruck gibt es eine bestimmte Kurve. In Bild 1 sind zwei Kurvensätze: einen für einen Einstelldruck von 27,54 bar (400 psig) und einen für einen Einstelldruck von 13,7 bar (200 psig).
Es ist hilfreich, wenn ein Hersteller mehr als einen Kurvensatz zur Verfügung stellt, der den Bereich von Einstelldrücken, die mit einem bestimmten Druckregler möglich sind, repräsentiert. Wenn der individuelle Einstelldruck zwischen den Kurven liegt, können Anwender interpolieren: Zu beachten ist dabei, dass die beiden Kurven fast dieselbe Form haben, sich aber an verschiedenen Stellen auf dem Diagramm befinden.
Eingangsdruck auf den Druckregler ebenfalls berücksichtigen
Es gibt noch eine weitere Variable, die sich auf die Form einer Kurve auswirkt – den Eingangsdruck (den Druck, der an der Eingangsseite in den Druckregler gelangt). Zu beachten ist weiter, dass zwei Kurvensätze in Bild 1 (siehe Bildergalerie) aus jeweils drei Kurven bestehen, die einen Bereich von Eingangsdrücken darstellen. Nutzer sollten zum Finden der richtigen Kurve für ihr System also den richtigen Einstelldruck, den richtigen Eingangsdruck und den richtigen Durchflussbereich suchen.
Außerdem sollte sichergestellt sein, dass die richtigen Einheiten angeschaut werden. Druckangaben erfolgen meist in Psig oder Bar. Durchflussraten variieren je nach dem Systemmedium. Der Durchfluss von Flüssigkeiten wird in der Regel als Gallonen pro Minute (gal/min) oder Liter pro Minute (l/min) angegeben, während Gasdurchfluss als Standardkubikfuß pro Minute (std ft3/min) oder Standardliter pro Minute (std l/min) angegeben wird.
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