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Die Kurven werden in der Regel unter Verwendung von Luft oder Stickstoff (für Gasanwendungen) oder Wasser (für Flüssigkeitsanwendungen) erstellt. Falls das Systemmedium ein Gas ist, muss die Kurve des Herstellers eventuell entsprechend angepasst werden.
Bei Gasen den Korrekturfaktor für Druckregler-Einstellung einbeziehen
Gase verdichten sich unterschiedlich, daher müssen die Volumeneinheiten des Durchflussdiagramms eventuell mit einem Gaskorrekturfaktor multipliziert werden. Beispielsweise ist der Korrekturfaktor für Wasserstoff 3,8. Dies bedeutet, dass 3,8 Wasserstoffmoleküle dasselbe Volumen haben, wie ein Luftmolekül. Der Punkt auf einer Durchflusskurve, der ein Luftdurchflussvolumen von 2831 std l/min (100 std ft3/min) anzeigt, zeigt daher einen vergleichbaren Wasserstoffdurchfluss von 10.760 std l/min (380 ft3/min) an. Die Kurve bleibt gleich, aber die Durchflussskalierung ändert sich. Bei Flüssigkeiten ist der Durchflussunterschied zwischen Wasser und anderen Medien aufgrund der Inkompressibilität nicht so dramatisch.
Regeldifferenz und andere Feinheiten muss der Anwender beachten
Wie bereits erwähnt, ist es am besten, am flachsten Teil einer Durchflusskurve zu operieren. Die ideale Durchflusskurve wäre in der Tat eine flache Linie. Allerdings kann aufgrund der inneren Komponenten von Druckreglern kein Druckregler eine vollkommen flache Linie für den gesamten Druckbereich erzeugen.
Bei einem federbelasteten Druckregler (Bild 2) führen längere Federn zu Durchflusskurven mit breiteren horizontalen Abschnitten. Dombelastete Druckregler (Bild 5), bei denen statt einer Feder ein eingeschlossenes Gasvolumen verwendet wird, erzeugen noch breitere horizontale Abschnitte. Elektrisch kontrollierte luftgesteuerte Druckregler sowie dombelastete Druckregler mit externer Rückmeldung erzeugen die breitesten horizontalen Abschnitte.
Druckregler haben im Mittelbereich immer noch Regeldifferenz
Eine Durchflusskurve besteht in der Regel aus drei Teilen: einem relativ flachen Teil in der Mitte, einem steilen Abfall ganz links und einem steilen Abfall ganz rechts. Der flache Teil in der Mitte ist nicht vollkommen flach. Er neigt sich in der Regel nach unten und dies wird als Regeldifferenz (droop) bezeichnet.
Mit zunehmendem Durchfluss fällt der Druck je nach Druckreglerkonstruktion leicht oder stark ab. Während dieser Druckabfall am flachen Teil der Kurve recht bescheiden ist, ist er an den Enden der Kurve recht steil.
Gedrosselter Fluss kommt ganz auf der rechten Seite einer Kurve vor. Man sieht diesen dem gedrosselten Flussbereich an (Bild 6), wo der Druck bei 3964 std l/min (140 std ft3/min) steil abzufallen beginnt. Bei etwa 4247 std L/min (150 std ft3/min) fällt der Druck letztendlich auf null ab.
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