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An dieser Stelle wurde die Druckregelungskapazität des Druckreglers von dem Durchflussbedarf übertroffen. Hier ist der Druckregler weit offen und regelt den Druck nicht mehr. Er wurde von einer Vorrichtung zur Druckregulierung zu einem offenen Durchlass.
Druckregler wird bei zu hohem Durchfluss wirkungslos
Bei einer Erhöhung des Durchflusses bis zu diesem Punkt oder darüber hinaus wird der Druckregler wirkungslos. Aufgrund des starken Druckabfalls sollte ein Druckregler nicht im gedrosselten Durchflussbereich (Durchflussgrenzbereich) betrieben werden.
Wichtig ist, dass Cv an dem Punkt gemessen ist, an dem der Durchfluss zum Druckregler ganz gedrosselt ist, weshalb der Wert nicht übermäßig nützlich ist. Er ist ein schlechter Indikator der Gesamtleistung des Druckreglers.
An der linken Seite der Druckreglerkurve (Bild 6), wo man anfänglich einen steilen Druckabfall sieht, kommt es zum Druckabfall bei der Öffnung (seat load drop). Wenn die Kurve von links nach rechts gelesen wird, muss man sich vorstellen, dass sich das System in einem durchflusslosen Zustand befindet. Der Druckregler ist auf einen bestimmten Druck eingestellt, aber es ist kein Durchfluss vorhanden.
Druckregler kann bei geringem Durchfluss nur schwierig Druck aufrecht erhalten
Der Nutzer sollte sich vorstellen, dass ein nachgelagertes Ventil langsam geöffnet wird, wodurch Fluss initiiert wird. Es kommt sofort zu einem starken Druckabfall, da es für einen Druckregler schwierig ist, an dieser Stelle den Druck aufrechtzuerhalten. Falls der eigene Druckregler an diesem steilen Abfall der Kurve betrieben wird, hört der Anwender eventuell ein Rattern oder Pulsieren.
Betrachtet man nun die Kurve von rechts nach links, fällt auf, dass das System auf dem flachen Teil der Kurve betrieben wird. Stellt man sich dann vor, dass ein nachgelagertes Ventil langsam geschlossen wird, wodurch der Durchfluss fast auf null reduziert wird, dann bewegt man sich auf der Kurve nach oben. Man nähert sich dem Zustand ohne Durchfluss, wo der Druckregler Schwierigkeiten hat, den eingestellten Druck beizubehalten.
Auch hier hört der Anwender möglicherweise Rattergeräusche. Irgendwann schnappt der Druckregler zu und der Durchfluss wird angehalten. Dies wird Absperrdruck (lock-up) genannt.
Hysterese verändert Verlauf des Ausgangsdrucks
Es ist von Bedeutung, ob der Nutzer eine Durchflusskurve von links nach rechts oder von rechts nach links liest. Beim Lesen von links nach rechts nimmt der Durchfluss zu. Und beim Lesen von rechts nach links ist das Gegenteil der Fall.
Je nachdem, ob der Durchfluss zunimmt oder abnimmt, sieht die Kurve unterschiedlich aus. Der Ausgangsdruck folgt nicht derselben Abfalllinie und endet nicht am ursprünglichen Einstelldruck. Dieses Phänomen heißt Hysterese (Bild 3).
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