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Getriebebau Nord Lackieren und Verpacken im Expresstempo

Autor / Redakteur: Jörg Niermann / Stefanie Michel

Die Investition eines Antriebstechnikherstellers in eine neue Oberflächenbeschichtungsanlage lohnte sich: Die Kapazitäten wurden erhöht, die Durchlaufzeiten verkürzt. Zur Anwendung kommen die eigenen Antriebskomponenten. Zudem ist mit der Anlage eine optimierte Disposition der Lackieraufträge möglich.

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Mithilfe der aktuellen dezentralen Antriebsregler Nord SK 180E ist ein vollautomatisierter Transport der lackierten Motoren durch die Lackiereinrichtung und das Lager möglich.
Mithilfe der aktuellen dezentralen Antriebsregler Nord SK 180E ist ein vollautomatisierter Transport der lackierten Motoren durch die Lackiereinrichtung und das Lager möglich.
(Bild: Getriebebau Nord)

Auf einer Fläche von rund 1400 m² errichtete Nord Drivesystems am Hauptstandort in Bargteheide einen Gebäudekomplex zum Lackieren und Verpacken von Antrieben. Die früher bestehenden Lackiereinrichtungen mussten ersetzt werden, weil sie an ihre Kapazitätsgrenzen stießen, denn für einen Großteil aller von Nord realisierten Beschichtungssysteme gelten hohe Ansprüche beispielsweise an optimale Reinigungseigenschaften, chemische Beständigkeit und Korrosionsschutz.

Seit einigen Monaten ist nun die neue Anlage im Regelbetrieb. Sie besteht aus einem automatisierten Hochregallager, einem umfangreichen Fördersystem, Lackierkabinen und Verpackungsstationen für den Versand. Die Antriebstechnik für alle Teile der Anlage – von der Förder- und Hebetechnik bis zur Belüftung und Absaugung – stammt komplett aus eigener Herstellung. Die neue Lackieranlage hat die zuletzt üblichen Durchlaufzeiten im Schnitt halbiert.

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Schneller Lackieren dank flexibler Förderanlage

Statt wie bisher zwei bietet die neue Anlage vier Lackierkabinen. Zusätzlich zu einer nominell erhöhten Anlagenleistung wurde die Zuführung der Getriebe und Motoren optimiert und dadurch gleichzeitig die Durchlaufzeit weiter verkürzt. Vor allem beim Aufbringen mehrerer Lackschichten war es bisher gängige Praxis, dass sich Getriebemotoren nach dem ersten Durchlauf erneut hinten in der Auftragsschlange einreihen mussten. Bis zur Weiterbehandlung verstrich geraume Zeit, manchmal sogar ein ganzer Tag. Die flexible Förderanlage macht es jetzt aber möglich, solche Einheiten bei Bedarf ohne Verzögerung gleich nach dem Trocknen mit der nächsten Lackschicht zu versehen.

Ein integriertes Hochregallager dient der Zwischenlagerung und ermöglicht jederzeit über ein automatisches Bediengerät einen flexiblen Zugriff auf alle Antriebskomponenten. Jede Antriebseinheit kann direkt über ihre Stückbezeichnung angefordert und mithilfe eines Hängeförderers in eine Lackierkabine gefahren werden. Nach dem Lackieren findet die Trocknung wieder im Hochregal statt. Das Lager kann – sofern dies für zukünftige Lacksysteme sinnvoll werden sollte – optional auch beheizt werden. Anschließend ist über die Fördertechnik nicht nur der Weitertransport zu einer Verpackungsstation möglich, sondern stattdessen auch eine andere innerbetriebliche Übergabe, zum Beispiel um die Antriebslösung durch Bestückung mit einem Frequenzumrichter zu komplettieren.

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