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Messtechnik Langlöcher hochgenau in der Drehmaschine scannen

Autor / Redakteur: Winfried Weiland / Udo Schnell

Vier Langlöcher in einem komplexen Bauteil sorgten bei einem Fertigungsdienstleister für Kopfzerbrechen. Weil bisher bekannte Systeme die Aufgabe nicht bewältigen konnten, musste eine neue Lösung her: eine Drehmaschine mit integriertem Messtaster.

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Der Messtaster TC76-Digilog von Blum-Novotest scannt die komplette Kontur des Langlochs.
Der Messtaster TC76-Digilog von Blum-Novotest scannt die komplette Kontur des Langlochs.
(Bild: Blum-Novotest)

Die Karlheinz Lehmann GmbH aus Oberwolfach, mitten im Schwarzwald, ist ein Dienstleister für Zerspanungstechnik. Auf 1000 m2 fertigt das Familienunternehmen mit 17 Mitarbeitern auf 20 hochmodernen CNC-Dreh- und -Fräsmaschinen zumeist hochpräzise rotationssymmetrische Bauteile. Seit über 40 Jahren besteht das Unternehmen, mittlerweile in der zweiten Generation mit dem Sohn des Unternehmensgründers und seiner Schwester. Unter Einsatz der neuesten Techniken fertigt Lehmann Klein- und Großserien in drei Schichten, wobei die Nachtschicht eine Geisterschicht ist. Unter dem Motto „Die Kunst der Zerspanung in perfekter Präzision“ zählt der klassische Familienbetrieb auch internationale Milliardenunternehmen wie Parker Hannifin zu seinen Kunden.

Prozesssicheres Messen vermeidet hohe Ausschussraten

Um die strengen Vorgaben einiger Industrien erfüllen zu können, kommt der Bauteilmessung eine wesentliche Bedeutung im Produktionsprozess zu. Die Werkstücke dazu jedoch auszuspannen, in den Messraum zu bringen und bei Abweichungen wieder nachzubearbeiten, bewegt sich teils am Rande der Wirtschaftlichkeit. Und wird dabei zwischenzeitlich weiterproduziert, kann dies schnell zu hohen Ausschussraten führen. Um dies zu vermeiden, bietet die Blum-Novotest GmbH aus Grünkraut prozesssichere Fertigungsmesstechnik an. Bei der Karlheinz Lehmann GmbH war es der Messtaster TC76-Digilog, der eine nahezu unlösbare Aufgabe löste.

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„Hochkomplexe Bauteile stehen bei uns auf der Tagesordnung. Doch an einer Schnellverschlusskupplung für den Drucklufteinsatz haben wir uns ziemlich die Zähne ausgebissen: Gehärteter und beschichteter Automatenstahl, Gewinde, Bohrungen und vier leicht konische Langlöcher sind die wesentlichen Bestandteile. Letztere waren der Knackpunkt an der gesamten Konstruktion“, schildert Timo Lehmann, Geschäftsführer der Karlheinz Lehmann GmbH, die Herausforderungen des Projekts für die Parker Hannifin GmbH, einen der weltweit führenden Hersteller in der Antriebs- und Steuerungstechnologie sowie der Pneumatik.

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