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Laserbearbeitung: Schadstoffpartikel effizient absaugen

| Redakteur: Frauke Finus

Bei der Laserbearbeitung entstehen Emissionen, die gesundheitsschädigend sind. Um die vom Gesetzgeber gemachten Vorgaben für eine maximale Arbeitsplatzkonzentration dieser Schadstoffe einhalten zu können, ist der Einsatz entsprechend leistungsfähiger Absaug- und Filteranlagen notwendig. Mit der Absaug- und Filteranlage TFS 1000 der TBH GmbH gelingt dies dank eines besonders großen Vorfilters und der neuen Steuerungselektronik Inspire nach Unternehmensangaben sehr effizient.

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Spezielles Filterkonzept der TFS 1000 erhöht die Anlagenstandzeit: 1 – Safe Line-Filter, 2 – Partikelfilter, 3 – Aktivkohle/BAC-Filter
Spezielles Filterkonzept der TFS 1000 erhöht die Anlagenstandzeit: 1 – Safe Line-Filter, 2 – Partikelfilter, 3 – Aktivkohle/BAC-Filter
(Bild: TBH)

Mit der Entwicklung der Filter- und Absauganlage TFS 1000 hat TBH nach eigenen Angaben die Lücke zwischen den Klein- und den Großanlagenserien für die Laserbearbeitung erfolgreich geschlossen. Die Anlage ist für Laserbearbeitungen mit 30 bis 150 W CO2-Lasern beziehungsweise 10 bis 50 W Festkörperlasern mit einer Arbeitsfläche bis 1500 x 1000 mm ausgelegt. Auch Anwendungen mit hohen Anforderungen an das Luftvolumen, beispielsweise bei der Mehrplatzabsaugung, ist diese Anlage gewachsen. Durch die große Filterfläche und die damit verbundene hohe Anlagenstandzeit ist sie besonders für den Einsatz mit mittlerem und hohem Staubanteil geeignet.

Die Prozessluft wird im Betrieb über einen Ansaugstutzen angesaugt, durch mehrere Filterstufen geführt und anschließend über ein Hochleistungsgebläse und den schallgedämmten Ausblasstutzen wieder in den Arbeitsraum zurückgeführt. Der speziell für diese Anlage entwickelte Safe-Line-Vorfilter ist die erste Filterstufe. Hier werden etwa 80 % der Partikel abgeschieden. Durch eine optimale Anströmung der gesamten Filteroberfläche werden Verluste im Filter reduziert. Schwere Partikel setzen sich am Boden des Filters ab und belasten somit die Filterfläche nicht. Der Safe-Line-Filter ist in einem geschlossenen Filtergehäuse untergebracht, das sich beim Filterwechsel einfach verschließen lässt und der Anwender so nicht mit dem Filtrat in Kontakt kommt. In der nächsten Filterstufe wird ein Partikelfilter H14 nach DIN EN 1822 eingesetzt, der selbst kleinste Partikel herausfiltert. Im anschließenden Aktivkohle/BAC-Filter werden alle gasförmigen Stoffe und Gerüche abgeschieden. Alle Filter können getrennt voneinander und ohne Werkzeug gewechselt werden, was das Anlagenhandling deutlich erleichtert. Auf Basis dieses Anlagenkonzeptes wird TBH weitere Anlagen realisieren, die den Leistungsbereich nach oben und nach unten ergänzen.

Die Filter- und Absauganlage TFS 1000 ist mit der neuen Inspire Steuerelektronik ausgerüstet. Damit ist beispielsweise eine getrennte Filterüberwachung des SafeLine-Filters und des Partikelfilters möglich, wodurch die Wartungsplanung erleichtert wird und die Wartungskosten optimiert werden. Das integrierte Farbdisplay ermöglicht eine intuitive Bedienung ohne komplizierte Menüführung und bietet eine schnelle Übersicht über alle wichtigen Informationen zum Anlagenzustand: Filtersättigung, Anlagenstatus, Leistungseinstellung/Betriebsstundenzähler, Filterstatus Vorfilter, Filterstatus Hauptfilter, Anzeige beziehungsweise Meldung von Störungen und so weiter. Die integrierte Schnittstelle verfügt unter anderem über einen Fehlerspeicher und einen speziellen Programmierzugang. Damit verbessert sich die Abstimmung zwischen Kunde und TBH-Service und die Anlage lässt sich einfach vor Ort auf die individuelle Anforderungen der Kunden anpassen.

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