Erfolg durch Prozessoptimierung

Das Prozessgas verhilft dem Laser zum optimalen Schnitt

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Das Prozessgas übernimmt gleich mehrere Aufgaben

Sein Druck trägt das aufgeschmolzene Material aus dem Schnittspalt aus und unterstützt damit einen stabilen Schneidprozess. Gleichzeitig beeinflusst es maßgeblich die Qualität der Schnittkante sowie die Eigenschaften des Werkstücks. Um den unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Werkstoffe und Schneidprozesse gerecht zu werden, bietet Air Liquide mit der Lasal-Produktfamilie speziell auf das Laserschneiden abgestimmte Prozessgase an. Stickstoff etwa steht für oxidationsfreie Schnittkanten und eignet sich insbesondere für Bauteile, die anschließend beschichtet oder geschweißt werden sollen. Sauerstoff punktet durch eine exotherme Reaktion mit dem Werkstoff. Die dabei zusätzlich freigesetzte Wärme unterstützt den Schneidprozess und ermöglicht insbesondere bei dickeren Baustählen höhere Bearbeitungsgeschwindigkeiten. Die Wahl des Prozessgases richtet sich deshalb immer nach der Anwendung, dem Werkstoff, der Materialdicke und der Qualitätsanforderung des Bauteils. Aber erst wenn alle Prozessparameter zusammenpassen, lassen sich Schnittqualität, Produktivität und Ressourceneinsatz optimal miteinander in Einklang bringen.

Oft liegt das Problem ganz woanders als vermutet

In der Praxis kommen Unternehmen häufig mit einer konkreten Vorstellung auf Air Liquide zu. Sie möchten beispielsweise wissen, wie sich ein bestimmtes Problem aus der Welt schaffen lässt. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass es sich lohnt, zunächst einen Schritt zurückzugehen und den Schneidprozess genauer zu betrachten. Nicht selten liegt die eigentliche Ursache nämlich an einer ganz anderen Stelle als zunächst vom Anwender vermutet. Erst wenn diese identifiziert ist, lassen sich geeignete Maßnahmen ableiten und nachhaltig in den bestehenden Prozess integrieren. So können Ausschuss und Nacharbeit reduziert werden. Gleichzeitig wird unnötiger Aufwand vermieden – genau darin liegt häufig eine der größten Chancen für einen wirtschaftlicheren Schneidprozess.

Die positiven Auswirkungen auf das Laserschweißen

Konkrete Beispiele dafür, welche Auswirkungen eine optimierte Prozessführung in der Praxis haben kann gibt es viele. Alles hängt aber, wie bereits erwähnt, selbstverständlich immer von der jeweiligen Anwendung ab. Dennoch zeigen zahlreiche Projekte, welches Potenzial in einer gezielten Prozessoptimierung stecken kann. In der Praxis sind beispielsweise Einsparungen von bis zu 40 Prozent beim Gasverbrauch bei gleichzeitig über 20 Prozent höherer Schnittgeschwindigkeit möglich. Die höhere Schnittgeschwindigkeit verkürzt die Bearbeitungszeit pro Bauteil. Dadurch sinkt nicht nur der absolute Energiebedarf, sondern auch der spezifische Energieeinsatz pro bearbeitetem Meter Material. Das zeigt gut, dass Effizienz eben nicht zwangsläufig durch höhere Laseranlagenleistungen entsteht, sondern vor allem durch das optimale Zusammenspiel aller relevanten Prozessparameter.

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