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In diesem Jahr ließen sie die Zahl der bestehenden Verträge um 1,7 Mio. Neuverträge wachsen. Dank der breiten Akzeptanz für Leasing erwartet die Branche für 2008 ein Wachstum von 3,3%. Das entspricht einem Neugeschäftsvolumen von 57,1 Mrd. Euro.
Finanzkrise reißt Leasing-Neugeschäft nach unten
Ein durchaus guter Wert, wenn man bedenkt, dass sich in den letzten zwei Quartalen des Jahres die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich auf das Neugeschäft auswirkte: Das Plus von 9% im ersten Halbjahr sank auf 3,6% im dritten Quartal – und eine weitere Abschwächung im letzten Quartal ist gewiss.
Wie gut sich die Leasingbranche 2009 behaupten wird, hängt nach Gödels Meinung mit vom Verhalten der Banken ab. „Es ist wichtig, dass uns auch zukünftig ausreichend Refinanzierungsmittel zur Verfügung stehen.“ Aktuell gebe es noch keine Probleme bei den Kreditverhandlungen, sie seien aber gerade für die bankenunabhängigen, mittelständischen Leasingunternehmen merklich schwieriger geworden.
Mittelstand finanziert Investitionen oft über Leasing
Vor dem Hintergrund des „Rettungsschirms für die Banken“ sei das bedenklich, schließlich sollten die Steuermilliarden vor allem die Investitionen des Mittelstands sichern: Und die werden zumeist über Leasing realisiert. Hier müsse die Politik stärker darauf achten, dass die Banken ihre gesamtwirtschaftliche Verantwortung tatsächlich wahrnehmen, fordert Gödel.
Darüber hinaus sollten die Politiker die Arbeit der Leasinggeber nicht unnötig weiter erschweren. Dieser Appell kam offensichtlich noch nicht richtig an. Denn sie verabschiedeten das Jahressteuergesetz 2009 ohne eine wichtige – vom BDL angeregte – Nachbesserung.
Somit werden künftig nur die Leasing-Gesellschaften die Gewerbesteuererleichterung erhalten, die „nachweislich ausschließlich“ Finanzierungsleasing betreiben. In Anbetracht der vielfältigen zusätzlichen Serviceangebote dürften deshalb zukünftig einige Leasinganbieter ohne Erleichterung auskommen müssen.
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