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Digitalisierung

Lernfabrik von Festo und SAP zeigt Lösung für Industrie 4.0

Anlässlich einer Pressekonferenz präsentierten Festo als Automatisierungsunternehmen und SAP als Softwareentwickler die „Open Integrated Factory“ im Expérience Business Center von SAP in Paris. Die Anlage soll nicht nur zeigen, wie die Fertigungsprozesse der Zukunft aussehen könnten, sondern auch, wie ein integriertes Produktionsmanagement (MES) und eine Produktionslinie unter Berücksichtigung des Indus­trie-4.0-Konzeptes zusammenarbeiten.

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Eine echte Lösung für Industrie 4.0 zeigte Festo anlässlich einer Pressekonferenz im Expérience Business Center von SAP in Paris. Die Open Integrated Factory führt das Zusammenwachsen von Fertigung und IT auf eindrucksvolle Weise vor.
Eine echte Lösung für Industrie 4.0 zeigte Festo anlässlich einer Pressekonferenz im Expérience Business Center von SAP in Paris. Die Open Integrated Factory führt das Zusammenwachsen von Fertigung und IT auf eindrucksvolle Weise vor.
(Bild: Festo)

Cédric Vandermeersch, Anwendungs- ingenieur bei Festo in Bry-sur-Marne (Frankreich), der die Arbeitsweise der Lernfabrik demonstrierte, erläutert: „Einer der wesentlichen Punkte ist dabei, dass der Werkstückträger, nicht das Werkstück selbst, über einen RFID-Chip der Maschine sagt, welcher Arbeitsschritt als nächster folgt.“ Man handhabe dies ähnlich wie in der Automobilindustrie, auch um Kosten zu sparen.

Die Cyber-Physical Factory besteht aus einzelnen Anlagenzellen, die, wenn es erforderlich sein sollte, jederzeit innerhalb weniger Minuten umgruppiert werden können. „Die Anlage ist sehr flexibel. Sie können auch jede einzelne Einheit entfernen und für sich betreiben“, so Vandermeersch. Anhand einer nur 8,60 m langen intelligenten Montagelinie zeige man ein Konzept aus Flexibilität und Modularität. Eines der zwei gefertigten Produkte könne man sogar in 16 unterschiedlichen Varianten produzieren.

Die gezeigte Anlage ist nicht für den Produktionsalltag gedacht. „Die CP Factory ist dafür bestimmt, in Bildungseinrichtungen und Industrieunternehmen die Bandbreite an möglichen Techniken aufzuzeigen“, erklärt Vandermeersch. Dies reiche von der Anlagenvernetzung über die Programmierung der SPS, Aufzeigen von Fahrwerkstechniken, Sensorsystemen, Sicherheitstechniken sowie Robotik- und Montagetechniken und gehe hin bis zur Analyse und Optimierung der Wertschöpfungskette.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt