Schaeffler

Lineartechnik stellt sich steigenden Anforderungen in der Fertigung

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Um 40 % verringerte Reibung steigert Verfahrgeschwindigkeit

So ist unter anderem ein Minimalschmiermengen-Verteiler integriert. Dieser ermöglicht die Ölschmierung unabhängig von der Einbaulage und ohne zusätzliche Vorkehrungen wie den Anbau von beidseitigen Schmieranschlüssen. Durch konstruktive sowie material- und fertigungstechnische Optimierungen konnte die Reibung beziehungsweise der Verschiebewiderstand um etwa 40 % reduziert werden. Dies wirkt sich leistungsfördernd auf die Laufeigenschaften und die Dynamikwerte sowie die maximale Verfahrgeschwindigkeit (bis 3 m/s) aus. Bei vergleichbarer Baugröße und Abmessung erhöht sich somit die Leistungsdichte.

Das optimierte Abdichtungskonzept der Baureihe RUE-E wurde komplett übernommen. Bereits in der Standardausführung sind Doppellippen-Frontabstreifer vorhanden. Diese halten den Schmierstoff im Führungswagen und verhindern zudem das Eindringen von Schmutz. Die Wälzkörperumläufe sind so für alle denkbaren Praxisanwendungen bestmöglich abgedichtet.

Gegenüber der Vorgängerversion ist die neue Baureihe 1:1 austauschbar. Neu ist allerdings, dass Führungswagen und Führungsschienen beliebig kombinierbar sind. Sie lassen sich in den Genauigkeitsklassen G2 und G3 getrennt ordern und aufbewahren. Damit verringern sich Beschaffungs- und Bevorratungsaufwand, gleichzeitig ist eine hohe Verfügbarkeit gegeben. Die Rollenumlaufeinheiten werden in den Ausführungen Standard-Flanschtype, langer Flanschwagen sowie hoher und langer Führungswagen angeboten. Bei den Führungsschienen kann der Kunde aus den Versionen Standard (von oben verschraubt), U-Schiene (von unten verschraubt) sowie ADK-/ADB-Schiene (für geklemmtes Abdeckband) wählen.

In Linearführung integriertes Wegemesssystem zur Positionierung

In vielen Produktionsmaschinen ist es zum Bewegen, Steuern und Positionieren notwendig, Wege, Wegeänderungen oder Standpunkte zu bestimmen. Hierzu werden häufig Wegemesssysteme parallel zu den Linearführungen eingesetzt. Integriert man diese Messsysteme in die Führung, sind die beiden Funktionen Führen und Messen optimal aufeinander abgestimmt. Schaeffler hat deshalb zur integrierten Wegemessung in Hauptachsen das Messsystem der Baureihe LMSA (Längen-Mess-System-Analog) entwickelt (Bild 3). Das induktive analoge Messprinzip erreicht eine Genauigkeit von ± 3 µm/m und ist unempfindlich gegenüber magnetischen Störfeldern. Zudem arbeitet es hysteresefrei, also ohne jeglichen Magnetismus oder Rest-Magnetismus.

Die komplette Kugelumlaufeinheit der Serie Kuve..LMSA besteht aus einem Führungswagen mit adaptierbarem Gehäuse für den Messkopf und einer Führungsschiene zur Aufnahme der Maßverkörperung. Die Messung erfolgt nach dem induktiven Prinzip eines Transformators mit beweglichem Reluktanzkern: Eine planare Spulenstruktur im Sensorkopf tastet mithilfe eines hochfrequenten Wechselfeldes die Inkremental-Maßverkörperung im Schienenkopf ab und erzeugt zwei um 90° phasenverschobene Sensorsignale. Ein Edelstahlband mit hochgenauer fotolithografisch geätzter Teilung bildet die Maßverkörperung. Die Bewegung zwischen Abtastkopf und Maßband erzeugt eine Gegeninduktivität der einzelnen Spulen und generiert damit sinusförmige Signale. Auf diese Art und Weise hat das Messsystem LMSA einen Analogausgang 1 Vss mit unterverteilter Signalperiode bis zu 10 µm.

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