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Logistik 4.0

Logistikketten digitalisieren und in Echtzeit überwachen

| Autor/ Redakteur: Thomas Mailänder / Florian Karlstetter

Die Deutsche Telekom und SAP kooperieren im Internet der Dinge (IoT): Als Treuhänder sammelt die Telekom IoT-Daten ihrer Kunden und integriert sie in SAP-Applikationen.

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Die Logistik digitalisiert ihre Prozesse, um Kundenwünsche stets termintreu zu erfüllen.
Die Logistik digitalisiert ihre Prozesse, um Kundenwünsche stets termintreu zu erfüllen.
(Bild: Christian Weber / Telekom)

Eine aktuelle Studie der Bundesvereinigung Logistik (BVL) hat Trends und Strategien der digitalen Transformation im Fracht- und Warenverkehr untersucht: Demnach treibt die Endkundennachfrage das Thema voran. Ob B2B oder B2C – Menschen kaufen online, möchten schon bei der Bestellung ein Lieferdatum sehen und entscheiden sich anders, wenn vor dem letzten Klick kein genauer Zustelltag prognostiziert wird. Verbraucher wünschen minimierte Versandzeiten, maximale Auswahl bei den Lieferwegen und zugleich individuellere Services. Die Folge: Transport- und Lieferprozesse werden kleinteiliger und komplexer, so die Studie.

Supply Chain übergreifend digitalisieren

Wie stellen sich die Unternehmen diesen Herausforderungen? Auch dazu liefern die rund 1350 befragten Logistikexperten eine Antwort: Um Kundenwünsche termintreu zu erfüllen, ist ein durchgängiges und digitales Supply Chain Management notwendig, und das auch über unterschiedliche Supply-Chain-Teilnehmer hinweg. Beispiel Materialfluss in der Produktion: 61 % bemängeln, dass ihnen Daten fehlen, um Stockungen zu verhindern. Gleichzeitig wären 34 % bereit, genau diese Informationen mit Supply-Chain-Partnern zu teilen, um Probleme in der Lieferkette zu verhindern.

Wer Informationen entlang der Supply Chain sammelt und austauscht, der profitiert: Warenströme lassen sich übergreifend optimieren, Daten für intelligente Prognosen nutzen, um beispielsweise sogenannte Peitscheneffekte auszugleichen. Teilen Firmen in mehrstufigen Lieferketten Echtzeitdaten, können sie diese Nachfrageschwankungen kompensieren, die sich sonst vom Besteller bis zum letzten Vorleistungslieferanten aufschaukeln können (auch genannt Bullwhip Effect). Nicht nur aus diesem Grund erwartet die BVL, dass Sensorik und Analysen in den nächsten Jahren immer wichtiger werden, um die Lieferketten zu überwachen und am Ende auch mit Systemen für Enterprise Resource Planning (ERP), Warehouse Management (WM) und Supply Chain Management (SCM) zu verzahnen.

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