Windkraft

Mantel gegen Korrosion bei Offshore-Windkraftanlagen

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Beim Projekt „Beatrice“ ist das Turmsegment 66 m lang. Für die Beschichtung musste diese „Röhre“ in drei Segmente aufgeteilt werden, weil sie im Ganzen nicht in die Strahl- und Lackierkabine gepasst hätte. Das machte eine aufwändigere Prozessplanung und -durchführung erforderlich, die jedoch laut Meesenburg das Ergebnis gerechtfertigt hat: die sichere Applikation einer zuverlässigen Beschichtung. Erwartete Beschädigungen durch Transport und Montage wurden in einer späteren Projektphase mit dem jeweiligen Reparatursystem des Farbherstellers beseitigt.

Vorgrundierte Bleche entsprachen zuerst nicht den Vorgaben

Im Fall „Thornton Bank“ dagegen zeigte sich, dass der Hersteller der Rohrtürme den Anforderungen von Repower anfänglich nicht gerecht wurde. So entsprach vor allem der Einsatz von vorgrundierten Blechen nicht den Vorgaben. Letztendlich entstand jedoch in enger Kooperation von Repower, dem Turmhersteller sowie dem Zulieferer der Bleche ein hochwertiges Produkt.

„Das zeigt aber, dass eine tiefgreifende Qualitäts- und Fertigungsüberwachung im Bereich des Korrosionsschutzes unumgänglich ist“, erläutert Meesenburg. „Eine Prozesssicherheit wird sich erst über einen längeren Zeitraum bei größeren Losgrößen einstellen.“

Korrosionsschutz für Windkraftanlagen muss vollständig dokumentiert werden

Wichtig sei außerdem eine vollständige Dokumentation des Korrosionsschutzes, damit im Notfall auf ein geeignetes Reparatursystem zurückgegriffen werden könne. Dazu gehörten insbesondere Hinweise für die Oberflächenvorbereitung bei der Reparatur des notwendigen Farbschichtaufbaus.

„Es gibt zurzeit nur wenige Turmhersteller, die technisch in der Lage sind, den Herausforderungen gerecht zu werden“, resümiert Meesenburg. Schließlich bedürfe es eines erheblichen Investitionsvolumens, um Fertigungsstätten für Rohrturmsegmente dieser Dimension zu errichten.

Offshore-Windkraftanlagen sollen über 20 bis 25 Jahre möglichst wartungsfrei bleiben

„Grundsätzlich soll die Anlage so konstruiert sein, das sie über eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren möglichst wartungsfrei zu betreiben ist“, sagt Mathilde Lindhardt Damsgaard vom dänischen Energiekonzern Dong. „Bei der Auswahl eines Korrosionsschutzsystems müssen daher alle gegebenen Parameter untersucht werden.“

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