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Nur eine genaue Betrachtung des individuellen Objekts führe zu einem wirtschaftlichen und dauerhaften Schutz. Sowohl für Beton- wie auch für Stahlkonstruktionen sei ein Design mit geeigneten Materialien und Konstruktionsdetails der erste Schritt, um das Risiko von Korrosion zu minimieren.
Einfache Beschichtungssysteme reichen für Offshore-Windkraftanlagen nicht aus
Doch erst im Betrieb einer Offshore-Windenergieanlage werde offensichtlich, wo die Stärken und Schwächen eines Korrosionsschutzsystems liegen. So wurden in dem im Jahr 2002 errichteten Windpark „Horns Rev“ westlich von Dänemark beispielsweise nur einfache Beschichtungssysteme aufgetragen. Bereits nach wenigen Jahren zeigten sich großflächige Beschädigungen.
Seitdem ist klar: Um einen „Puffer-Effekt“ zu erzielen, sind mehrlagige Systeme notwendig. Denn Poren oder Durchbrüche auf die Stahloberfläche treten aller Wahrscheinlichkeit nach nicht genau übereinander auf.
Dokumentation des Korrosionsschutzes erleichtert Überprüfung
Ein anderes Fallbeispiel, das Damsgaard auf der Tagung geschildert hat, waren inaktive Anoden im Windpark „Nysted“. Dort hatte man pro Gründung 120 kg Zinkanoden eingesetzt. Die inaktiven Bauteile konnten nicht aufgespürt werden. Das mache deutlich, so Damsgaard, wie sinnvoll eine Dokumentation sei. Sie ermögliche, die Anoden der betroffenen Charge zu überprüfen, was Arbeit und Kosten einspare.
Bereits vor 18 Jahren wurde der erste Windpark mit knapp 5 MW Leistung in der Ostsee vor der Küste Dänemarks errichtet. Bau und Aufstellung von Offshore-Windenergieanlagen sind dennoch für alle Beteiligten relatives Neuland. Noch gibt es keine umfangreichen Erfahrungen. Weder übergeordnete Regeln noch Standards weisen den Weg. Daniel Engel von der Germanischer Lloyd AG weiß jedoch, dass „hohe Qualitätsstandards und zuverlässige Kontrollsysteme ausgesprochen wichtig“ sind.
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