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VDMA-Prognose Maschinenbau erwartet rabenschwarzes Jahr 2020

Autor: Stéphane Itasse

Angesichts von Handelsstreitigkeiten, Konjunkturschwäche, dem Strukturwandel im Automobilbau und jetzt dem Corona-Virus senkt der VDMA seine Produktionsprognose für 2020.

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Für die deutschen Maschinenbauer dürfte das laufende Jahr schwierig werden, erwartet der VDMA.
Für die deutschen Maschinenbauer dürfte das laufende Jahr schwierig werden, erwartet der VDMA.
(Bild: SMS Meer)

Ein unerwartet schwaches Schlussquartal mit einem Minus von 7 % sorgte bereits dafür, dass die Produktion im Maschinenbau im Gesamtjahr 2019 um real 2,8 Prozentpunkte sank, wie der VDMA am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilt. Die Auftragseingänge blieben im vergangenen Jahr um 9 % unter ihrem Vorjahreswert.

Corona-Virus wirft den Maschinenbau weiter zurück

„Die Ausbreitung des Corona-Virus wirft uns spürbar zurück. Selbst unter der Annahme, dass sich die Lage im zweiten Halbjahr entspannt und die Geschäfte wieder besser laufen, werden wir die zusätzlichen Rückgänge in diesem Jahr nicht mehr wettmachen können. Soweit das heute überhaupt berechenbar ist, erwarten wir für 2020 ein reales Produktionsminus von 5 %“, sagt VDMA-Präsident Carl Martin Welcker.

In dieser Situation hält der VDMA das rasche Handeln der Regierung für essenziell. Dass in den Betrieben Kurzarbeit nun deutlich schneller eingeführt werden kann und die Sozialbeiträge für Ausfallstunden vollständig von der Bundesagentur für Arbeit ohne weitere Bedingungen übernommen werden können, sei richtig und wichtig. „Aber die neuen Kurzarbeitsregelungen müssen selbstverständlich für alle Betriebe gelten. Der Maschinenbau wurde hier bisher vergessen. Viele Unternehmen kämpfen seit Monaten mit Unterauslastung und brauchen dringend eine praktikable Lösung für eine Verlängerung der Kurzarbeit, die nicht zuletzt aufgrund der Pandemie notwendig ist“, fordert Welcker. Entsprechend darf im Gesetz die Kurzarbeit nicht an umfassende Weiterbildung geknüpft werden. „Wir haben im Augenblick ganz andere Sorgen. Ein Zwang zu einer formalistischen Weiterbildung geht an der Realität völlig vorbei“, meint der VDMA-Präsident.

Darüber hinaus teilt der VDMA die Befürchtungen führender Ökonomen, dass die nun auf den Weg gebrachten Hilfen für Unternehmen nicht ausreichen werden. Dringend nötig wären folgende Maßnahmen, die innerhalb der verfassungsgemäßen Verschuldungsgrenzen umsetzbar wären:

  • eine zinslose Stundung fälliger Zahlungen bei Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer,
  • eine Ausweitung des Verlustrücktrags und
  • nennenswerte Abschreibungserleichterungen.

Zudem sei es Zeit, die immer wieder versprochenen Entlastungen des Mittelstands auch umzusetzen. „Der Umbau unserer Wirtschaft wird kurz- und mittelfristig nicht durch Finanzierungsprobleme verhindert. Wir leiden vielmehr unter einer Politik, die immer wieder neue Ziele ausruft, ohne eine klare Umsetzungsstrategie zu haben“, beklagt Welcker.

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MM MaschinenMarkt