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Industrie 4.0

Mehr als nur Verkettung in der Blechbearbeitung

| Autor: Stéphane Itasse

Verkettung von Maschinen mit Software statt Hardware – wie das geht, zeigte Salvagnini unter anderem auf der Lamiera.
Verkettung von Maschinen mit Software statt Hardware – wie das geht, zeigte Salvagnini unter anderem auf der Lamiera. (Bild: Itasse)

Bereits jetzt schon stehen die Anlagen von Salvagnini für eine hoch automatisierte Blechbearbeitung. Doch mit den Mitteln und Werkzeugen von Industrie 4.0 eröffnet der italienische Hersteller seinen Anwendern weitere Möglichkeiten.

„Vorne kommt das Blech rein, hinten der fertige Briefkasten raus – dafür sind wir seit vielen Jahren am Markt bekannt“, sagt Tommaso Bonuzzi, Marketingdirektor des italienischen Maschinenbauers Salvagnini, im Gespräch mit dem MM Maschinenmarkt. Ob Schneiden, Umformen oder Schweißen, die Prozesse laufen automatisch und verkettet ab. Doch mit Industrie 4.0 bieten sich dem Maschinenbauer aus Sarego neue Optionen, um die Fähigkeiten der Anlagen zu erweitern.

Industrie 4.0 erweitert Möglichkeiten verketteter Anlagen in der Blechbearbeitung

Denn die Digitalisierung bringt eine entscheidende Neuerung für Salvagnini: Die Anlagen sind über die Software verkettet, nicht mehr physisch über Hardware. Damit werden nach den Worten Bonuzzis einerseits räumlich flexibler: Die Maschinen müssen nicht mehr beieinander stehen, um die Werkstücke zur richtigen Bearbeitung weitergeben zu können. Andererseits können die Maschinen mit der Software auch Informationen an die nachfolgende Station oder ein übergeordnetes Leitsystem übermitteln. Das stellt die richtige Bearbeitung sicher, eröffnet aber noch mehr Möglichkeiten.

An der Vision von Maschinen, die ihre Funktionen durch intelligente Leistungen ergänzen, richtet Salvagnini seine Forschung nach eigenen Angaben bereits seit den 80er-Jahren aus. Damals erkannte der italienische Maschinenbauer die Möglichkeiten, die dich durch die Konnektivität zwischen Maschinen eröffnen, und stellte sich die Machbarkeit einer automatischen Fabrik bei ausgeschaltetem Licht vor – die dann tatsächlich 1984 zum ersten Mal Wirklichkeit wurde.

Internet der Dinge beflügelt Entwicklung von Produkten und Produktion

Heute gestattet es das Internet der Dinge, die traditionelle Produktion mit Daten, die aus dem gesamten Produktionsumfang gesammelt und in strategische Informationen verwandelt wurden, sowie die Weiterentwicklung der Produkte zu beflügeln. Außerdem ermöglicht die Überwachung der Betriebsparameter eine Wartungsoptimierung durch Eingriffe, die die Maschinenstillstände begrenzen, was der Produktivität zugutekommt. Und durch die Entwicklung von Prognosemodellen ist die Möglichkeit eines nicht nur reaktiven, sondern tatsächlich vorausschauenden Services nunmehr in greifbarer Nähe.

Salvagninis Auffassung von Industrie 4.0 umfasst dabei nicht nur die Verknüpfung der Maschinen untereinander, sondern die Nutzung der Daten, um die Systeme benutzerfreundlich, produktiv und adaptiv zu machen. Vor diesem Hintergrund muss jede Maschine in der Lage sein, die Gesamtheit der erfassten Daten aufzunehmen, zu verarbeiten, zu verwalten und zu korrigieren, um in Echtzeit auf die Eingaben reagieren zu können und intelligent zu werden.

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