VDW-Technologiesymposien 2014

Mexiko braucht Werkzeugmaschinen

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Mexikanische Industrie nutzt überwiegend ausländische Werkzeugmaschinen

Nahezu alle großen Automobilhersteller aus Europa, USA und Japan sind in Mexiko präsent. Etwa 1300 Unternehmen allein mit deutscher Kapitalbeteiligung sind mit und ohne Fertigung im Land aktiv. Die notwendigen Werkzeugmaschinen für Aufbau und Erweiterung der Kfz-Produktion kommen weit überwiegend aus dem Ausland. Mit einem Anteil von 17 % liegt Deutschland auf Platz 3 der wichtigen Lieferanten nach den USA und Japan.

„Die mexikanischen Kunden schätzen an den deutschen Firmen die hohe Qualität und den guten Service. Im Vergleich zu den Firmen aus USA und Japan sind die deutschen Hersteller zuverlässiger, die Maschinen sind robuster und die Prozesse stabiler. Da die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller teurer sind, führt das allerdings zu einem sehr harten Wettbewerb“, berichtet Salvador Icazbalceta Valle, Präsident des mexikanischen Händlerverbandes für Werkzeugmaschinen AMDM in Mexiko Stadt.

Mexiko gehört weltweit zu den großen Werkzeugmaschinenmärkten. Mit einem Zuwachs von fast 8 % auf 1,7 Mrd. Euro Werkzeugmaschinenverbrauch stand das Land zuletzt 2013 auf Platz 7 im internationalen Ranking noch weit vor Brasilien.

Deutsche Produktvielfalt punktet in Mexiko

Deutsche Anbieter sind auch gefragt wegen der Vielfalt ihrer Produkte. Entsprechend stellten die Symposiumsteilnehmer Maschinen und Lösungen aus der Zerspanung, der Laser-, Umform- und Steuerungstechnik vor. Mit in Mexiko dabei waren Alfing Kessler, DMG Mori Seiki, Emag, FFG-Werke, Grob, Hamuel, Heckert, Heller, Hermle, Index/Traub, Kapp Niles, Mauser-Werke, Peiseler, Profiroll Technologies, Samag, Schiess, Schütte, Siemens, SW Schwäbische Werkzeugmaschinen, Trumpf, United Grinding Group, Waldrich Coburg und Weisser.

Es ist nicht nur die Automobilindustrie, die in Mexiko investiert. Treibsatz für Ausrüstungsinvestitionen sind darüber hinaus die Stahl- und Elektroindustrie, die Herstellung von Metallerzeugnissen sowie die Luftfahrtindustrie. „Mit unserer Tiefbohrtechnik wollen wir auch die Ölindustrie beliefern“, sagt beispielsweise André Kind von der Samag Saalfelder Werkzeugmaschinen, Saalfeld. Und Hans Vonier von der Berthold Hermle AG in Gosheim fügt hinzu: „Die in Mexiko ansässige Luftfahrtindustrie investiert zunehmend und ist für unsere Firma derzeit der wichtigste Abnehmer unserer Maschinen.“

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