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Drehen

Mietmodell für die präzise Drehmaschine von J. G. Weisser

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Mit der horizontalen Präzisionsdrehmaschine Artery will J.G. Weisser Söhne neue Kundenkreise aus der Medizintechnik und der Luft- und Raumfahrttechnik erschließen und bietet zudem ein innovatives Pay-per-Use-Mietkonzept an.

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Mit dem Artery-Model M-2 MT ist das 6-Seiten Komplettbearbeiten durch multifunktionales Drehen und Fräsen möglich.
Mit dem Artery-Model M-2 MT ist das 6-Seiten Komplettbearbeiten durch multifunktionales Drehen und Fräsen möglich.
(Bild: J. G. Weisser)

Die kompakte und kundenspezifisch konfigurierbare Präzisions-Drehmaschine Artery eigne sich für Branchen mit hohem Anspruch an die Werkstückpräzision wie bei der Serienfertigung im Rahmen von Job Shops oder Präzisionsdrehteilen für Kleinserien. Praktisch alle Teile werden von J. G. Weisser aufgrund seiner Fertigungstiefe selbst gefertigt. Somit erfolge beispielsweise das Schaben noch manuell, um eine hohe Präzision zu gewährleisten. Dies sei den Anforderungen der Automotive-Branche geschuldet, die höchste und ständig steigende Anforderungen an die Präzision der gefertigten Teile (mechanisch 0) stellt.

Im Mietkonzept sind Wartung und Instandhaltung integriert

„Unser Anspruch ist Wertigkeit und Qualität bis ins kleinste Bauteil unserer Maschinen. In die Entwicklung der Artery sind unsere jahrzehntelangen Erfahrungen aus der Automotive-Branche eingeflossen; sie bietet ein Höchstmaß an Präzision, Dauergenauigkeit und Prozesszuverlässigkeit. Das unterscheidet sie von den Produkten unserer Wettbewerber“, so Sven Sickinger, Vertriebsleiter Artery. „Die Artery überzeugt mit hohen Bearbeitungsgenauigkeiten, einem günstigen Einstiegspreis in die High-End-Class und einem nutzenorientierten und sehr interessanten Mietkonzept (Pay-per-Use), in dem Wartung und Instandhaltung integriert sind. Der Kunde zahlt bei diesem neuartigen Mietmodell nur, wenn die Maschine produziert.“

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Mietmodell Pay-per-Use Pay-per-Use setzt die Nutzung, also Umsatz und Ertrag, unmittelbar zu den Kosten in Bezug. Die Vernetzung der Weisser-Maschinen ermöglicht einen detaillierten Einblick in deren Nutzungsablauf – und dadurch die Errechnung der Miete pro Minute. Vorteile sind der Wegfall von Kapitalbindung und transparente Minutenkosten, die direkt in die Stückkostenrechnung einfließen. Damit ist Pay-per-Use im Kern eine Maschinenmiete, die sich an der Maschinennutzung orientiert. Die jeweilige Miethöhe errechnet sich nach der tatsächlichen Auslastung des Investitionsgutes, ähnlich der Abrechnung für einen Mietwagen. Bei geringerer Auslastung der Maschine ist die Miete ebenfalls gering, während beim Anstieg der Produktion - und damit steigenden Umsätzen - die Miete ebenfalls steigt.

Auf Kundenwunsch lasse sich die Artery für Rotations- und Unrunddrehen ertüchtigen. Die Konstruktion ermöglicht die Aufstellung der Maschine direkt an der Wand. Daraus resultiert eine hohe Flächenproduktivität bei uneingeschränkter Zugänglichkeit und Wartbarkeit. Die kompakte Frässpindel (mit B-Achse) sei mit wenigen Handgriffen ohne Einsatz einer Elektrofachkraft austauschbar. Ebenfalls sehr wartungsfreundlich: Eine Spindelreparatur ist im Austausch ohne intensiven und kostenaufwendigen Personaleinsatz möglich.

Die besonders lange Z-Achse eigne sich für eine 6-Seiten Stangen-Komplettbearbeitung oder lange Werkstücke. Durch den kompakten Fräskopfs mit HSK-T63-Aufnahme können auch lange Werkzeuge stirnseitig zum Einsatz kommen.

Die Bedienung ist unter Einsatz des Weisser Frame-Panels (21,5-Zoll Mehrfenster-Display) mit integrierter Sitzunterstützung besonders komfortabel und nutzungsfreundlich. Integriert ist das Weisser-360-Diagnosezentrum mit Multitouch-Technik, das eine parallele Aktivierung von Berührungspunkten und ruckfreie Schieb- und Drehbewegungen erlaubt. Damit wird die Bedienung nicht nur sicherer und präziser, auch die Reaktionszeiten verkürzen sich spürbar. Informationen werden übersichtlich auf mehreren Fenstern im Display angezeigt; innovative Diagnose-Symbole zur intuitiven Visualisierung erlauben eine rasche Diagnose des Maschinenzustands. Alle Ausstattungsmerkmale sorgen in Summe für ein neues Level der Verbundenheit mit der Maschine. Weisser 360 ist auch parallel auf PC oder mobilem Endgerät nutzbar und erfüllt damit Industrie 4.0 Standards.

Drei Arbeitsraumkonfigurationen

Drei Arbeitsraumkonfigurationen sorgen für mehr Flexibilität und ermöglichen Weich- und Hartdrehen, Fräsen, Bohren und Reiben. Rotations- und Unrund-Drehen sind auf ausdrücklichen Kundenwunsch möglich.

  • Auch anspruchsvolles Drehen und Fräsen von der Stange durch die B-Achse mit einer Frässpindel und einem mit Scheibenrevolver ausgestatteten Werkzeugträger und Gegenspindel sei rasch und effizient möglich. Zudem ist die Artery in dieser Konfiguration standardmäßig mit einem 37-fachen Werkzeugwechsler ausgestattet.
  • Neben der 6-Seiten-Komplettbearbeitung ist zeitparalleles Drehen und Fräsen von der Stange oder Werkstücken mit einer Drehlänge bis zu 1200 mm und einem Durchmesser bis zu 65 mm möglich; das gilt für alle Maschinenvarianten – Automationslösungen durch Roboterbeladezellen oder Portalbeladung können ebenfalls dargestellt werden. Dazu kann die Artery mit einer vollautomatischen Bedientür ausgerüstet werden. Das Bearbeitungsspektrum reicht von Blades, Hüftgelenken, Hydraulikkomponenten bis hin zu Werkzeughaltern.
  • Eine zweite Maschinenvariante ist für das multifunktionale Drehen durch 4-Achs-Komplettbearbeitung mit zwei Werkzeugträgern mit Scheibenrevolver und Gegenspindel ausgestattet. Diese Variante eigne sich für das Produktionsdrehen von mittleren bis hohen Stückzahlen. Aufgrund der Zwei-Revolver-Anordnung kann drehzahlabhängig nahezu immer parallel gearbeitet werden.
  • Eine dritte Variante verfügt über zwei Werkzeugträger ohne Gegenspindel. Optional ist diese Variante mit Reitstock ausrüstbar und eignet sich ideal für mittellange bis lange Wellen.

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