Mikrofertigung

Mikrokaltumfomung – Winzige Bauteile wirtschaftlich herstellen

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Im Jahr 2010 wurde für das Projekt von der DFG eine Verlängerung der Förderung um weitere vier Jahre mit insgesamt circa 10,5 Mio. Euro bewilligt. Nachdem zu Beginn ab 2007 neue Ansätze für Berechnung, Fertigung und Steuerung im Fokus standen, werden in der sich anschließenden Projektstufe nun anspruchsvollere Geometrien und Prozesse entwickelt, die gut beherrschbar sind, das heißt, die möglichst einfach gestaltbar sind.

Bereitstellung für nachgelagerte Fertigungsschritte kann erhebliche Probleme bereiten

In der Fertigung von Mikrobauteilen werden diese meist frühzeitig vereinzelt, woraus sich beim Transport und der Bereitstellung für nachgelagerte Fertigungsschritte erhebliche Probleme ergeben können. Deshalb wurde auch erforscht, wie durch die Schaffung oder den Erhalt Bauteileverbunde über den gesamten Fertigungsprozess ermöglicht werden können. Ein weiterer neuer Aspekt ist der Einfluss der Werkzeuggeometrien auf das Prozessfenster beim Tiefziehen.

Dass die Komplexität der Untersuchungen und letztendlich natürlich die Ergebnisse eine hohe Relevanz für die industrielle Fertigung haben, liegt auf der Hand. Bereits bei der Initiierung des SFB war daher eine Vielzahl Industriepartner am Projekt beratend beteiligt: zum Beispiel die Robert Bosch GmbH, die Harting Applied Technologies GmbH & Co. KG, die Philips Consumer Lifestyle B.V., die Stüken GmbH & Co. KG und die Tyco Electronics pretema GmbH & Co. KG. Heute sind es knapp 20 Unternehmen, die im Rahmen der Arbeit des Industriekreises aktiv Einfluss auf die Forschungsinhalte im SFB nehmen.

Ergebnisdarstellung demonstriert Projektfortschritt und Praxisrelevanz

Mit einem Demonstrator werden die Fortschritte der Untersuchungen dargestellt und die gebündelten Kompetenzen in den Bereichen Umformtechnik, Werkstofftechnik, Werkzeug- und Formenbau, Fertigungsorganisation, Mess- und Regelungstechnik, Optimierung und Statistik verdeutlicht. Dass sich zum Abschluss des Projektes ein Überführen der Ergebnisse in industrielle Fertigungsprozesse anschließen sollte, versteht sich für Wissenschaftler und Industriepartner von selbst.

Interessierte können sich zum Beispiel im Rahmen des jährlich stattfindenden Industriekolloquiums zeitnah über die neuesten Entwicklungen informieren. Das nächste Industriekolloquium wird am 13. November 2013 in Bremen veranstaltet.

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