Hybridteile Mikrospritzgießen sichert Qualität beim Umspritzen von Stanzteilen
Voraussetzung für Rationalisierungsmaßnahmen bei Prozessketten aus Stanzen und Spritzgießen ist die Prozess- und Qualitätssicherung. Deshalb empfiehlt sich zum Umspritzen vorgestanzter Metallteile eine Spritzgießmaschine für Mikroteile sowie eine 100%-Bauteilprüfung.
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Der Trend zu kompakten technischen Produkten hat nicht nur zur Miniaturisierung von Einzelteilen geführt, sondern auch zur „Abbildung“ von immer mehr Funktionen auf ein und dasselbe Bauteil. So setzen die Sensorik, Feinoptik, Medizin- und LED-Technik heute verstärkt auf mechatronische Komponenten, die sowohl mechanische als auch elektronische Funktionen haben. Bauteilbasis sind Werkstoffverbunde, zum Beispiel einfache oder walzplattierte Metallbänder, die vorgestanzt, galvanisiert und laminiert werden.
Diese Prozesskette hat der Geschäftsbereich Packaging Technology des Edelmetall- und Technologiekonzerns Heraeus, Hanau, nun um das Umspritzen mit Kunststoff erweitert (Bild 1). Zusammen mit dem österreichischen Maschinenhersteller Wittmann Battenfeld wurde dazu eine Fertigungszelle konzipiert, die das Metallband kontrolliert von der Spule abwickelt.
Maximale Fertigungstoleranz für Hybridteile beträgt nur wenige Mikrometer
Ein dafür konzipierter Vorschubmechanismus transportiert das Band mit den vorgestanzten Teilen präzise durch die Spritzgießform. Dort erfolgt das Umspritzen der Substrate. Anschließend wird jedes Teil geprüft und gekennzeichnet.
Zur Prüfung ist eine Bildverarbeitung installiert. Sie ermöglicht eine 100%-Kontrolle. Dabei werden die Teile auf Verschmutzung, Beschädigung, Gratbildung und maßliche Abweichungen überprüft. Die maximale Maßtoleranz darf nur wenige Mikrometer betragen (Bild 2). Am Ende wird das Band wieder aufgewickelt.
Spritzgießmaschine speziell zum Umspritzen von kleinen Stanzteilen
Herzstück dieser Fertigungszelle ist eine vollelektrische Spritzgießmaschine von Wittmann Battenfeld zum hochpräzisen Umspritzen. Diese Maschinenreihe ist eigens für das Spritzgießen von Klein-, Präzisions- und Mikroteilen konzipiert. Zur K 2010 wurde die jüngste Maschinengeneration am Markt eingeführt.
Im Fokus stand dabei das innovative zweistufige Schnecken-Kolben-Spritzaggregat, das je nach Bauteil für ein Schussvolumen von 0,05 bis 4 cm³ ausgelegt ist. Mit diesem Spritzaggregat wird eine thermisch homogene Masse in die Spritzgießform gespritzt. Heraus kommen Präzisionsteile bei hoher Prozesssicherheit und kurzen Zykluszeiten.
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