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Druckluftaufbereitung Mit Druckluft zum effektiven Dichtschaum

Autor / Redakteur: Karin Bönig / Sebastian Hofmann

Bei der Fertigung von Dichtungsschäumen ist eine Versorgung mit hochwertiger Druckluft unverzichtbar. Wie man eine effiziente Fertigung aufbaut, zeigt ein Maschinenbauer aus Süddeutschland.

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Eingesetzt werden die Schäume von Ceracon zum Beispiel zur Abdichtung von Hecktüren in der Automobilindustrie.
Eingesetzt werden die Schäume von Ceracon zum Beispiel zur Abdichtung von Hecktüren in der Automobilindustrie.
(Bild: Ceracon GmbH)

Polyurethan-Schäume (oder: PUR-Schäume) sind heute aus der Industrie nicht mehr wegzudenken. Zum Einsatz kommen sie beispielsweise dann, wenn es um die Abdichtung von Kfz-Türschlössern, Scheinwerfern oder Sicherungskästen geht. Spezialist für Dichtungstechnik ist das Engineering- und Maschinenbauunternehmen Ceracon aus Weikersheim, 40 km südlich von Würzburg. Das Produktportfolio umfasst die Schaumdosieranlagen (Sealing Systems) sowie automatisierte Industrieöfen (Thermal Systems), die zum Aushärten des Dichtschaums benötigt werden.

Zuverlässige Dichtung dank Einkomponentenschaum

Bekannt ist Ceracon besonders für seine einkomponentigen PUR-Schäume. Um sie herzustellen, werden die schnell vernetzenden Einkomponenten-Elastomere rein mechanisch mit Druckluft in der Schaumdosieranlage aufgeschäumt. Das sichert eine homogene und überwiegend geschlossenzellige Schaumstruktur. Anschließend wird das Dichtmaterial über einen frei programmierbaren Roboterarm präzise dosiert und als Schaumraupe (durchgängige Linie aus Dichtmaterial) auf das Bauteil aufgetragen. Zur Aushärtung des Schaums braucht es abschließend eine Wärmebehandlung des Bauteils für wenige Minuten in einem Thermosystem.

Ihre besondere Dichtigkeit erhält die Schaumraupe durch ihre überwiegend geschlossenzellige Struktur. „Diese wird durch den physikalischen Schäumprozess mittels Druckluft erreicht, bei der Gasporen im Rohmaterial entstehen“, erklärt Dr. Frank Kukla, einer der drei Geschäftsführer bei Ceracon. Und weiter: „Durch diese Struktur ist der Schaum besonders reißfest und von hoher Dichtigkeit. Selbst wenn beim Einbau eines Bauteils die Außenhaut der Schaumraupe beschädigt wird, ist weiterhin eine zuverlässige Dichtungsleistung gegeben.“

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