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Delo

Mit Klebstoff Magnetringe im Getriebe sicher befestigen

| Autor / Redakteur: Thomas Bauer und Dietmar Schwegler / Stefanie Michel

Bild 1: Ein kunststoffgebundener Magnetring in einem Aluminiumhaltering wird mit einem hochfesten Epoxidharz zum Geberringsystem verklebt.
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Bild 1: Ein kunststoffgebundener Magnetring in einem Aluminiumhaltering wird mit einem hochfesten Epoxidharz zum Geberringsystem verklebt. (Bild: Delo)

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Für ein 8-Gang-Automatikgetriebe galt es, eine sichere und einfache Befestigung der Magnetringe im Getriebe zu entwickeln. Weil der Magnet sehr spröde ist, kann der Magnetring nicht über formschlüssige Verfahren mit dem Haltering verbunden werden. Deshalb wurde hierfür ein hochfestes Epoxidharz entwickelt.

Rekordpreise für Kraftstoffe und die globale Erderwärmung wegen des erhöhten CO2-Ausstoßes sorgen für eine rasante Entwicklung im Bereich kraftstoffsparender Lösungen. Gerade in der Automobilnation Deutschland sind hier die Hersteller gefordert. Ein Vorreiter ist die ZF Friedrichshafen AG mit seinem neuen 8-Gang-Automatikgetriebe. Gegenüber dem ZF-6-Gang-Automatikgetriebe der zweiten Generation spart dieses Getriebe 6 % Kraftstoff ein, im Vergleich zu dem heute noch dominierenden 5-Gang-Automatikgetriebe sind es sogar 14 %. Dabei werden im neuen 8-Gang-Automatikgetriebe 8 HP der ZF Getriebe GmbH Magnetringe der MS-Schramberg Magnet- und Kunststofftechnik eingesetzt.

Zunächst Bauraumverhältnisse festgelegt

Hierbei war die Verbindungstechnik zwischen Getriebe- und Magnetring eine besondere Herausforderung. In Zusammenarbeit zwischen der MS-Schramberg, dem Industrieklebstoffhersteller Delo und ZF wurde die Problemstellung gelöst. In diesem System wird ein kunststoffgebundener Magnetring in einen Aluminiumhaltering mit einem hochfesten Epoxidharz von Delo zum Geberringsystem (Baugruppe) verklebt (Bild 1). Delo entwickelt und produziert maßgeschneiderte Industrieklebstoffe. MS-Schramberg ist seit über 40 Jahren einer der führenden Hersteller von Permanentmagneten und Baugruppen in Europa.

Zu Beginn des Projekts wurden die Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die Bauraumverhältnisse oder mechanische und magnetische Anforderungen, festgelegt. Zusätzlich stimmten die Projektpartner notwendige Tests für die Qualifizierung und die Umgebungsbedingungen ab. Anhand dieser ersten Angaben konnte bereits eine Vorauswahl für den Magnetwerkstoff und ein mögliches Herstellungsverfahren getroffen werden.

Direkte Verbindung zwischen Magnetring und Getriebebauteilen nicht möglich

Generell standen Hartferrit- und Seltenerdmagnete, entweder kunststoffgebunden oder gesintert, zur Auswahl.

Die einfache und sichere Befestigung der Magnetringe im Getriebe war eine große Herausforderung. Eine direkte Verbindung zwischen Magnetring und Getriebebauteilen kann aufgrund der hohen Sprödigkeit der Magnete nicht erfolgen. Somit musste ein geeigneter Haltering, welcher die Belastungen im Getriebeverbund aufnehmen kann, verwendet werden.

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