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Reinigen von Spritzgießwerkzeugen

Mit „Luftblasenbürste“ und Chemie zum blitzsauberen Kühlkanal

| Redakteur: Peter Königsreuther

Peu a peu setzen Kalk und Schmutz die Kühlkanäle von Spritzgießwerkzeugen zu. Das hat gravierende Nachteile für den Produktionsprozess. Deshalb muss gereinigt werden. Und mit dem Rampling-Verfahren klappt's noch besser.

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Wattec hat den Dreyproper schon länger im Produktportfolio. Mit ihm lassen sich die Kühlkanäle von Spritzgießwerkzeugen wirtschaftlich und effizient reinigen. Das klappt vollautomatisch. Jetzt haben die Spezialisten das System in die vierte Generation entwickelt, heißt es. Nun beherrscht er auch das speziell entwickelte Rampling-Verfahren.
Wattec hat den Dreyproper schon länger im Produktportfolio. Mit ihm lassen sich die Kühlkanäle von Spritzgießwerkzeugen wirtschaftlich und effizient reinigen. Das klappt vollautomatisch. Jetzt haben die Spezialisten das System in die vierte Generation entwickelt, heißt es. Nun beherrscht er auch das speziell entwickelte Rampling-Verfahren.
(Bild: Wattec)

Die Wattec GmbH hat schon vor Jahren den heute etablierten Dreyproper, eine vollautomatische Reinigungshilfe, entwickelt, die die besagten Ablagerungen in den durchaus komplex verlaufenden Kühlkanälen von Spritzgießwerkzeugen schnell und sicher entfernt, heißt es. Nun wurde in der vierten Generation des Reinigungsgeräts das sogenannte Rampling-Verfahren hinzugefügt. Darunter versteht man ein mechanisches Feature zur Unterstützung der chemischen Säuberung. Beim Rampling-Prozess, erklärt Wattec, werden über eine frequenzgeregelte Pumpe und einen zusätzlichen Pressluftanschluss Luftblasen in den Volumenstrom des Reinigungsmittels injiziert, um beispielsweise auch hartnäckigste Kalkablagerungen oder Schlammschichten zu entfernen. Die mechanische Zusatzkraft erhöh die Effizienz des Reinigungsvorgangs im Vergleich zu den älteren Verfahren um rund 15 %. Der Newcomer wird nun Dreyproper 4.0 genannt, und seine Entstehung verdankt er auch dem Förderprogramm „WIPANO“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt wurde, merkt Wattec an.

Schlammschicht erschwerte zunächst die Reinigung

Auch der verbesserte Dreyproper 4.0 löse sämtliche Ablagerungen in einem Spritzgusswerkzeug, indem er unkompliziert an dessen Kühlkanäle angeschlossen werde. Im Folgenden aktiviert sich zunächst die Trinkwasserflutung. Dann startet die Umwälzpumpe, die Frischwasser durch die Kanäle fördert. So lässt sich festzustellen, ob es im Spritzgusswerkzeug eine undichte Stelle gibt, erklärt Wattec. Ist alles dicht, beginnt das Gerät damit, die Reinigungschemikalie einzuleiten – der eigentliche Säuberungsprozess startet nun, heißt es weiter. „Wir stellten fest, dass auf dem Kalk oder Rost in den Leitungen manchmal eine Schlammschicht entsteht und diese durch die Reinigung zwar gelockert, aber nicht vollständig gelöst wurde“, berichtet Joachim Rohmann, Geschäftsführer der Wattec GmbH. „In diesen Fällen konnte die Chemikalie auch die darunterliegenden Ablagerungen nicht mehr erreichen. Daher suchten wir nach einer Lösung für dieses Problem.“ Das Ergebnis war das sogenannte Rampling-Verfahren – eine mechanische Bürstmethode mithilfe unterschiedlich großer Luftblasen.

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Klopft die Blase, flieht der Schmutz

Damit das Feature „Rampling“ überhaupt funktioniert, wurde dem Dreyproper eine mehrstufige Kreiselpumpe hinzugefügt, die frequenzgeregelt ist und hohen Druck erzeugen kann, sagt Wattec. Direkt nach dieser Pumpe ist ein Pressluftanschluss montiert, mit dessen Hilfe die Luftblasen in den Volumenstrom des Reinigungsmittels eingespritzt werden können, heißt es weiter. „Über eine vollautomatische Veränderung des Drucks werden die Luftblasen abwechselnd vergrößert und verkleinert“, erklärt Rohmann. Die dabei entstehende Strömung wirbele die Luftblasen durcheinander und dadurch prallten sie immer wieder gegen die Ablagerungen. So werden selbst hartnäckige Verkrustungen abgelöst und mitgerissen, betont der Wattec-Geschäftsführer. Mit dieser Methode lasse sich die Innenfläche der Kühlkanäle großflächig „bürsten“, wodurch sowohl thermisch isolierende Schlammschichten als auch die Ablagerungen darunter entfernt würden.

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