Beckhoff Mit PC-basierter Automation auf Wachstumskurs
Beckhoff Automation ist als Hersteller von Automatisierungskomponenten unter anderem dann gefragt, wenn es um softwarebasierte Steuerungs- und dynamische Antriebstechnik geht. Wir befragten Geschäftsführer Hans Beckhoff zu den Auswirkungen der Krise und der weiteren Entwicklung.
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Herr Beckhoff, wie hat sich der Umsatz Ihres Unternehmens in der Krise entwickelt?
Beckhoff: Nun, wir sind als stetig wachsendes Unternehmen natürlich ein bisschen verwöhnt und unsere Umsätze steigen in der Regel jedes Jahr zweistellig, also etwa um die 20% herum. Dies konnten wir in der Krise nicht weiter fortsetzen. Im Jahr 2008 hatten wir einen konsolidierten Weltumsatz von 278 Mio. Euro erzielt. Dieser ging 2009 um 15% zurück auf 236 Mio. Euro.
Erfreulicherweise haben wir in diesem Jahr wieder ein kräftiges Wachstum zu verzeichnen, das alle bisherigen Zuwachsraten übertrifft. Beckhoff verzeichnete im bisherigen Jahresverlauf eine Umsatzsteigerung von mehr als 45%. Als Zielmarke für 2010 werden 340 Mio. Euro angestrebt und in Abhängigkeit von der Jahresdynamik auch überschritten.
Das heißt, Sie haben die hohen Umsatzzahlen, die Sie vor der Krise hatten, dieses Jahr schon überschritten?
Beckhoff: Wir erleben das größte Wachstum unserer Unternehmensgeschichte seit 1987. Intern reden wir nicht mehr nur von Wachstum, sondern von einer boomartigen Steigerung. Wir haben schon frühzeitig prognostiziert, dass sich die Wirtschaft relativ schnell erholen wird. Im Vergleich zu 2008 werden wir um mindestens 20% wachsen.
Für uns hat sich die Krise in ihrem strukturellen Verlauf grundsätzlich nicht anders dargestellt als zum Beispiel die Krise von 2001/2002. Damals hat es auch zwei oder zweieinhalb Jahre gedauert – gerechnet von den ersten Anzeichen am Finanzmarkt –, bevor man zum „normalen“ Geschäft zurückgekommen ist. Und dies ist jetzt auch der Fall.
Auf welchen Märkten lief es denn besonders gut?
Beckhoff: Tatsächlich sehen wir die Erholung weltweit. Auch der US-amerikanische Markt wächst kräftig, mit derzeit 45%. Der chinesische Markt nimmt noch extremer zu. In China gibt es für uns einen Spezialeffekt, da wir in der chinesischen Windkraftindustrie stark vertreten sind, die ein enormes Wachstum zu verzeichnen hat. Wir beobachten, dass die Wirtschaft bis auf ganz wenige Länder wieder angesprungen ist, und zwar branchenübergreifend.
Sie haben Chinas Windindustrie angesprochen. Wie hoch waren die Zuwachsraten in dem Bereich?
Beckhoff: Im Bereich der Windindustrie werden wir in China unseren Umsatz verdoppeln. Der Windenergiemarkt ist dort sehr dynamisch, daher können die Zahlen bis Ende des Jahres noch höher ausfallen.
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