Schatz AG Mobile Maschinenfähigkeitsuntersuchung für Schraubsysteme

Autor / Redakteur: Silvia Schneider / Peter Königsreuther

Die VDI/VDE-Richtlinie 2645 Blatt 2 beschreibt die Durchführung von Maschinenfähigkeitsuntersuchungen (MFU). In der Richtlinie wird darauf eingegangen, dass der industrielle Fertigungsprozess verschiedenen Einflussgrößen unterworfen ist. Diese beinhaltet jedoch Fehlerquellen, die sich durch einen neuartigen Schatz-certest-Prüfstand, ohne größeren Aufwand ausschalten lassen.

Firmen zum Thema

Der mobile Schatz-certest-Prüfstand mit Manipulator, dass auch eingebaute Schraubsysteme nach der VDI/VDE-Richtlinie 2645 Blatt 2 auf Maschinenfähigkeit untersucht werden können, ohne dass sie aus ihrer Vorrichtung ausgebaut werden müssen.
Der mobile Schatz-certest-Prüfstand mit Manipulator, dass auch eingebaute Schraubsysteme nach der VDI/VDE-Richtlinie 2645 Blatt 2 auf Maschinenfähigkeit untersucht werden können, ohne dass sie aus ihrer Vorrichtung ausgebaut werden müssen.
(Bild: Schatz)

Diese oben beschriebenen Einflussgrößen werden im Allgemeinen als die fünf „M“ bezeichnet: Mensch, Maschine, Methode, Material und Mitwelt (Umgebungseinflüsse), wie die Schatz AG berichtet. Durch die MFU werde die Stabilität und die Reproduzierbarkeit der Prozesseinflussgröße Maschine ermittelt. Dadurch lassen sich Aussagen über die zu erwartenden maschinenbedingten Prozessfehler treffen, so Schatz. Diese wiederum stellten ein objektives Vergleichsmaß für die Qualität unterschiedlicher Maschinen dar. Durch die MFU soll sichergestellt werden, dass nur geeignete Schraubwerkzeuge eingesetzt werden.

Geänderte Kurzzeituntersuchung

Die Richtlinie beschreibt eine wesentliche Änderung bei der Kurzzeituntersuchung von Schraubwerkzeugen: In der Vergangenheit war es üblich, dass zunächst eine kurze Stichprobe von zum Beispiel fünf Messwerten genommen und dann überwacht wurde, ob die gemessenen Werte innerhalb der Toleranzgrenzen lagen oder schon außerhalb. Dieses Verfahren beinhaltet den Nachteil, dass ein Schraubwerkzeug, welches seine Aufgabe nicht mehr erfüllt, erst dann bemerkt wird, wenn es bereits Messwerte liefert, die außerhalb der Toleranz liegen. Das wiederum erfordert je nach Wichtigkeit der Schraubverbindung, dass alle gefertigten Teile bis zur letzten Stichprobenprüfung, die noch innerhalb der Toleranz lag, nachgeprüft, beziehungsweise nachgearbeitet werden müssen. Die VDI/VDE-Richtlinie 2645 Blatt 2 beschreibt demgegenüber ein Prüfverfahren, bei dem die statistische Fähigkeit der Werkzeuge überprüft wird. In diesem Fall kann ein Schraubwerkzeug identifiziert werden, welches nicht mehr fähig innerhalb der Prozessgrenzen arbeitet, ohne dass überhaupt Werte außerhalb der Prozessgrenzen produziert wurden.

(ID:44041506)