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Mobile Maschinenfähigkeitsuntersuchung für Schraubsysteme

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Schraubstellenbezogene MFU vor Ort

Die Richtlinie unterscheidet zwischen werkzeugbezogener MFU und schraubstellenbezogener MFU. Bei schraubstellenbezogenen Maschinenfähigkeitsuntersuchungen werden mittlerweile mobile Prüfsysteme eingesetzt, die über gesteuerte Schraubfallsimulatoren verfügen und so angesteuert werden können, dass der simulierte Schraubfall dem realistischen Schraubfall entspricht. Mit diesen mobilen Prüfsystemen können Druckluftschrauber, Elektroschrauber und Impulsschrauber vor Ort an der Montagelinie geprüft werden.

Auch für lange Schrauben geeignet

Schraubsysteme ändern ihr Abschaltverhalten in Abhängigkeit der sogenannten Schraubfallhärte. Die Schraubfallhärte beschreibt, nach welchem Drehwinkel die Schraube nach Kopfauflage ihr Enddrehmoment erreicht. Eine kurze Schraube, mit der zum Beispiel ein Blech befestigt wird, erreicht das Enddrehmoment etwa schon nach 30 °-Verdrehung. Ein solcher Schraubfall wird harter Schraubfall genannt. Im Gegensatz dazu gibt es Schraubverbindungen mit langen Schrauben, mit denen gegebenenfalls elastische Materialien zusammengefügt werden. Bevor diese Schrauben ihr Enddrehmoment erreichen, muss eine solche Schraube von der Kopfauflage zum Beispiel eine komplette Umdrehung, das heißt 360 °, gedreht werden. In diesem Fall spricht man von einem weichen Schraubfall.Weil die Schraubfallhärte einen Einfluss auf das Abschaltverhalten des Schraubsystems haben kann, ist es wichtig, dass der Simulator die gleiche Charakteristik darstellt, wie der Originalschraubfall

Zyklische Schraubstellenbezogene MFU

Eine zyklische Überwachung der Schraubwerkzeuge geschieht grundsätzlich an der Montagelinie vor Ort. Wenn die Prüfung durchgeführt wird, darf die Einstellung des Schraubwerkzeuges nicht verändert werden. Die Messreihe wird mit den aktuellen Einstellungen durchgeführt und dokumentiert.

Die schraubstellenbezogene MFU vor Ort richtet sich nach den Prozessvorgaben. Insgesamt beträgt der Stichprobenumfang 50 Messungen und die empfohlenen Toleranzen betragen gemäß Richtlinie ≥ 2,0 Prozesstoleranz für den CM-Wert und ≥ 1,67 Prozesstoleranz für den CMK-Wert. Die Richtlinie sieht die Möglichkeit vor, den Prüfumfang auf bis zu 25 Messungen zu reduzieren. In diesem Fall werden jedoch andere CM- und CMK-Werte vorausgesetzt.

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