Phoenix Contact Modulare Kleinsteuerung für Maschinen flexibel erweiterbar

Autor / Redakteur: Michael Gulsch / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Aus Preisgründen werden im Sonder- und Kleinmaschinenbau häufig monolithische Steuerungseinheiten eingesetzt. Für diesen Anwendungsbereich gibt es nun zwei Kleinsteuerungen, die die Vorteile der Ethernet-basierten Kommunikation bieten und zudem flexibel um zahlreiche Module ergänzt werden können.

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Steuerungen – ob groß oder klein – bilden das Herzstück jeder Automationslösung.
Steuerungen – ob groß oder klein – bilden das Herzstück jeder Automationslösung.
(Bild: Phoenix Contact)

Das Leistungsspektrum von Phoenix Contact umfasst seit mehr als 15 Jahren Steuerungstechnik, die das Herzstück jeder Automationslösung bildet (Bild 1). Die ersten Geräte wurden für die Automobilindustrie sowie Windenergieanlagen entwickelt und sind dort bis heute erfolgreich im Einsatz. Diesem Umstand ist es auch geschuldet, dass die entsprechenden SPS über branchenspezifische Funktionen und Leistungsmerkmale verfügten und sich daher für den Breitenmarkt als eher ungeeignet erwiesen. Das änderte sich erst 2007 mit der Einführung der Kleinsteuerungen der sogenannten 100er Leistungsklasse.

Flexible Erweiterung um zahlreiche Standard- und Funktionsmodule

Die Inline Controller ILC 1xx werden aufgrund ihrer hohen Funktionsdichte in immer mehr Applikationen genutzt. So gehört mindestens ein Ethernet-Anschluss zur Standardausstattung aller Geräte. Damit kann der Anwender nahezu jedes aus der IT-Welt bekannte Protokoll verwenden, um Anwendungen umzusetzen, die der Steuerungstechnik bis dato nicht zugänglich waren.

Beispielsweise ist es möglich, dass die Kleinsteuerung über die Datenverwaltungssysteme von Microsoft (MSSQL) oder von Oracle (MySQL) die Daten direkt in Datenbanken schreibt, E-Mails selbstständig aus der Anwendung heraus via SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) versendet oder die integrierte Echtzeituhr per SNTP (Simple Network Time Protocol) einstellt.

Darüber hinaus lassen sich die ILC 1xx durch die Standard- und Funktionsmodule des Inline-Systems erweitern. Auf diese Weise können sie bis zu 4096 bit Prozessdatenbreite verarbeiten, was für eine Steuerung dieser Leistungsklasse mehr als ausreichend ist. Neben den üblichen digitalen und analogen Ein- und Ausgangsklemmen sind entsprechende Module erhältlich. Dazu zählen verschiedene Kommunikationsmodule, welche die Klein-SPS um zusätzliche Schnittstellen wie RS232, RS485/422 und CAN ergänzen.

Die Ausweitung des Funktionsumfangs auf einen Profibus-Master/Slave stellt ebenfalls kein Problem dar. Das Portfolio beinhaltet ferner weitere Funktionsklemmen, wie ein Motorstartermodul, einen Interbus-Frequenzumrichter sowie Klemmen zur Messung physikalischer Größen wie Temperatur, Gewichte und Momente über Dehnungsmessstreifen.

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