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Um dies zu vermeiden, verfügt die neue Maschine über eine Spannmittelfehler- und Rundlaufkompensation. Dabei fertigt der Bediener zunächst ein Musterteil pro Spannstelle auf der Maschine, das er anschließend ausmisst. Diese Maßabweichungen hinterlegt er in der Achsensteuerung, die diese Werte bei der Positionierung berücksichtigt.
Ist bei einer Bearbeitungsstation nur die Z-Achse CN-gesteuert, so kann diese zur Kompensation der Achsfluchtfehler zusätzlich mit einer gesteuerten X/Y-Flanscheinheit ausgerüstet werden. Diese ist außen auf der jeweiligen Station des Einheitenträgers aufgebaut. Sie bildet die Montageplattform für die Werkzeugeinheit und bewegt diese nach Vorgabe der Steuerung in X- oder Y-Richtung. Die Flanscheinheit ist damit ebenfalls in der Lage, die Achsfluchtfehler automatisch zu kompensieren. Zudem ermöglichen die X/Y-Flanscheinheiten auch die exzentrische Bearbeitung am Werkstück.
Hohe Standardisierung der Bearbeitungseinheiten
Eine weitere Innovation ist die hohe Standardisierung der Bearbeitungseinheiten. Bei der Vorgängermaschine wählte der Anwender, je nachdem wie seine Werkstücke zu bearbeiten waren, aus 60 Varianten aus. Diese waren speziell für die jeweiligen Bearbeitungsaufgaben ausgelegt und deshalb in ihrer Flexibilität eingeschränkt. Bei der neuen Maschine genügt eine einzige Bearbeitungseinheit (Typenbezeichnung GM 50/150), die sich mit Werkzeugköpfen für alle erforderlichen Bearbeitungen ausrüsten lässt. Auf diese Weise entfällt die aufwändige Bevorratung einer großen Anzahl verschiedener Bearbeitungseinheiten und einer entsprechenden Vielzahl von Ersatzteilen. Die Bearbeitungseinheit verfügt in Z-Richtung über einen von 100 auf 150 mm verlängerten Verfahrweg und über ein direktes Messsystem. Die Spindelantriebsleistung (S1) beträgt 5 kW.
Ein weiterer Vorteil ist die Modularität der Bearbeitungseinheit. Mit verschiedenen Vorsatzflanschen können unterschiedliche Werkzeugaufnahmen eingerichtet werden, zum Beispiel mit genormten Hohlschaftkegeln von HSK 32 bis HSK 63, aber auch mit Sondervarianten. Außerdem verfügt die Bearbeitungseinheit über eine Kegelkurzaufnahme für die Zentrierung und eine zylindrische Bohrung für Werkzeugköpfe, die genau ausgerichtet sein müssen.
Spezialdrehköpfe fertigen Konturen mit bis zu zwölf Kanten
Auf diese Weise lässt sich die Maschine für eine Vielzahl von Zerspanungsoperationen ausrüsten, zum Beispiel mit Axial-, Quer- oder Gewindebohrköpfen, Gewinderollköpfen für Innen- und Außengewinde oder mit Fräs-, Dreh- oder Schälköpfen. Diese haben vier am Umfang mit zunehmendem Vorschubmaß axial leicht versetzte Schneiden und werden in axialer Richtung über das Werkstück geschoben und bearbeiten Rund- und Profilmaterial mit schnellem Vorschub in einem einzigen Arbeitsgang.
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