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Zu den weiteren Werkzeugvarianten gehören Mehrkantdrehköpfe, die es erlauben, Konturen vom Zweikant bis zum Zwölfkant durch Drehbearbeitung herzustellen. Planschieberköpfe wiederum ermöglichen unter anderem die Fertigung exzentrischer Außen- und Inneneinstiche. Zum Gewindeschneiden sind auf dieser Maschine keine Leitpatronen mehr erforderlich, stattdessen interpoliert die CN-Steuerung die C1-Achse des Spindelantriebes mit der Z-Achse.
Wendeköpfe positionieren das Werkstück für die Rückseitenbearbeitung
Bei Produktwechseln können die einzelnen Bearbeitungseinheiten je nach Bedarf ausgetauscht und die Bearbeitungseinheiten dann mit anderen Werkzeugköpfen ausgerüstet werden. Für die Wahl der optimalen Bearbeitungsgeschwindigkeit sind die variablen Drehzahlen des zweistufigen Zahnriemengetriebes über die Steuerungssoftware anwählbar. Die Steuerung bietet alle Möglichkeiten, die Flexibilität der Maschine vollständig zu nutzen und erlaubt gegebenenfalls auch eine schnelle Fehlerdiagnose.
Eine besondere Funktion erfüllen die Wendeköpfe, mit denen das Werkstück für die Rückseitenbearbeitung neu positioniert wird. Das Wenden des Werkstücks war bisher immer dann mit Unsicherheiten verbunden, wenn nach der Entnahme des Werkstücks ein Span oder ein anderer Fremdkörper in die Aufnahme gelangte. Das Werkstück schlug dann nach dem Wenden nicht an der rückwärtigen Referenzfläche der Aufnahme, sondern an diesem Fremdkörper an. Dementsprechend stimmten die Maße der anschließenden Zerspanungsoperationen in axialer Richtung nicht mehr und das fehlerhafte Werkstück war Ausschuss.
Maschine kann per Kran bewegt werden
Die neue Maschine ermöglicht prozesssicheres Wenden, indem die Einschubstange die axiale Lage des Werkstücks zunächst vor der Entnahme misst und diesen Wert in der Steuerung hinterlegt. Nach dem Wenden misst die Einschubstange die axiale Lage des Werkstücks abermals. Stimmen die beiden Messwerte nicht überein, wird das fehlerhafte Werkstück über die Steuerung als nicht konformes Werkstück ausgeschleust. Die CN-Steuerung überwacht also die Bewegungen der Einschubstange, den Vorschub auf der Z-Achse, die Wendebewegung und die Endlage der Klemmbewegung. Außerdem sorgt sie für die Interpolation der Achsen. Durch das Kranhakenprinzip erhöht die Maschine auch die Flexibilität im Fertigungsbereich des Produktionswerkes. Sie ist samt Elektroschrank, Medienzuführung und -absaugung, Bedienkonsole und -podest auf einem Rahmen montiert. Sie kann deshalb als Einheit an den Haken genommen und von einem Einsatzort an einen anderen transportiert und quasi sofort wieder in Betrieb genommen werden. Produktionsabläufe lassen sich so wesentlich schneller ändern. MM
* Uwe Krause ist CEO der K. R. Pfiffner GmbH in 78658 Zimmern o. R.
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