Suchen

Spindelschutz Motorspindeln wirkungsvoll schützen

| Autor / Redakteur: Silke Bürgel / Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde

Bei allen Applikationen mit sehr hohen Drehzahlen besteht die Gefahr, dass die Motorspindeln überhitzen. Dem kann mit einer passgenauen Kühlung entgegengewirkt werden. Auch eine Sperrluft-Nachlaufsteuerung bietet einen effizienten Spindelschutz.

Firmen zum Thema

Bei dem neuen sensorlos arbeitenden Abrichtsystem für Schleifscheiben werden alle aus dem Betrieb der Spindel abgeleiteten Signale graphisch auf einem LCD-Display dargestellt.
Bei dem neuen sensorlos arbeitenden Abrichtsystem für Schleifscheiben werden alle aus dem Betrieb der Spindel abgeleiteten Signale graphisch auf einem LCD-Display dargestellt.
(Bild: BMR)

Beim Fräsen, Polieren oder Schleifen mit hohen Drehzahlen können die Motorspindeln überhitzen. Der Worst Case bei einer Überhitzung der Spindeln ist die Unterbrechung der Fertigungsprozesse. Das kostet Zeit und damit Geld. Um bei Umrichter-Spindel-Einheiten eine optimale Kühlung zu garantieren, hat die BMR elektrischer & elektronischer Gerätebau GmbH aus Schwabach ein entsprechendes Umluftkühlgerät entwickelt, welches in der kompakten Bauform als 19“-Rack oder als platzsparende Tischvariante erhältlich ist. Dem Anwender steht mit dem Gerät eine maximale Kühlleistung von 500 W zur Verfügung. Diese erlaubt es, Spindeln mit einer Leistung von bis zu 2,5 kW zu betreiben.

Kühlgerät zeichnet sich durch hohen Bedienkomfort aus

Ein Vorteil für den Bediener ist: Auf einem Display sind sämtliche erforderlichen Systemparameter wie Kühlmitteltemperatur, Durchflussmenge oder Lüfterleistung visualisiert. Ein Mikroprozessor steuert den intelligenten Kühlalgorithmus. Dabei wird die Rücklauftemperatur des Kühlmittels und die Umgebungstemperatur des Raumes erfasst und verarbeitet. „Je nach Bedarf lässt sich so die erforderliche Kühlleistung in bis zu acht verschiedenen Stufen kontinuierlich und effizient an die spezifischen Anforderungen und Bedingungen in der Fertigung vor Ort anpassen“, heißt es von BMR. Am Ende eines Bearbeitungszyklus wird in Abhängigkeit von der Temperatur die Nachlaufzeit automatisch nachgeregelt. Damit wird die Spindel auch im Stillstand gekühlt und so deren Lebensdauer verlängert.

Bildergalerie

Auch das Kühlmedium kann zu Problemen führen. Zwar ist der Einsatz von flüssigen Kühlmedien, die unter starkem Druck auf das Werkstück und Werkzeug gesprüht werden, beim Drehen, Fräsen und Schleifen schon lange Standard. Die Folge ist jedoch: Durch die Zerstäubung wird der gesamte Innenraum der Maschine mit Kühlflüssigkeit benetzt.

Sperrluft-Nachlaufsteuerung bietet effizienten Spindelschutz

Insbesondere beim Schleifprozess ist es aber wichtig, die Spindeln gegen das Eindringen dieser Flüssigkeit zu schützen. Denn hier sind die Kühlflüssigkeiten durch die Reste des Schleifmaterials häufig stark abrasiv. Während des Bearbeitungsprozesses ist das kein Problem, da die Spindeln durch den Anschluss von Sperrluft gegen das Eindringen von Flüssigkeiten geschützt sind.

Beim Abschalten sieht es anders aus: Aus wirtschaftlichen Erwägungen werden die Maschinen komplett vom Strom genommen und die Druckluft wird abgeschaltet. Die Spindeln sind dann ungeschützt den abtropfenden Kühlwasserresten ausgesetzt, die bei fehlender Sperrluft in die Lager eindringen können und so die Spindeln langfristig schädigen. Die Folge sind steigende Instandhaltungskosten durch Reparaturausfälle.

Eine Sperrluft-Nachlaufsteuerung ermöglicht hier einen zuverlässigen Schutz der Spindeln. „Die erforderliche Druckluft wird über eine interne Ventilschaltung der Spindel als Sperrluft zugeführt. Ein Druckminderer gewährleistet einen kontinuierlichen Betriebsdruck. Die akkugepufferte Elektronik erkennt das Abschalten der Spannungsversorgung der Maschine und übernimmt für eine flexibel einstellbare Zeitspanne die Versorgung der Spindel mit Sperrluft.

(ID:44093191)