Mannesmann Plastics Machinery MPM-Gruppe ändert ihre Struktur

Redakteur: Josef-Martin Kraus

München (jk) – Die Mannesmann-Plastics-Machinery-Gruppe (MPM) wird eigenen Angaben zufolge strategisch neu ausgerichtet. So sollen die beiden bisher eigenständigen Maschinenbauer Berstorff, Hannover, und Krauss-Maffei Kunststofftechnik, München, zu einem Unternehmen zusammengeschlossen werden.

Anbieter zum Thema

In einem zweiten Schritt erfolgt die Integration der Muttergesellschaft MPM in das neue Unternehmen, die Krauss Maffei GmbH. Spätestens bis Ende des Geschäftsjahres 2006/2007 soll der Zusammenschluss des weltweit größten Unternehmensverbundes von Kunststoffmaschinenherstellern mit rund 5900 Mitarbeitern weltweit vollzogen sein.

Der Schweizer Spritzgießmaschinenhersteller Netstal, Näfels wird als Tochtergesellschaft der neuen Krauss Maffei GmbH weitergeführt. Die Demag Plastics Group, Schwaig, die als Spritzgießmaschinenbauer ebenfalls Bestandteil der MPM-Gruppe ist, soll künftig getrennt vom neuen Unternehmen geführt werden.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir in dieser neuen Organisation besser, effizienter und damit erfolgreicher sein werden als bisher“, sagt MPM-Geschäftsführer Richard C. Osborne, der sich aus der Geschäftsführung zurückziehen und den Beiratsvorsitz übernehmen möchte. Sein Nachfolger soll ab 1. April 2007 Dr. Dietmar Straub werden, der zuletzt Vorstandsmitglied der Knorr-Bremse AG war.

Bündelung des Extrusionsgeschäftes

Mit dem Zusammenschluss von Berstorff und Krauss-Maffei wird das Extrusionsgeschäft beider Maschinenbauer gebündelt. Damit deckt man laut Osborne ein sehr breites Anwendungsspektrum in der Extrusionstechnik ab. Mit Ausnahme der Plattenextrusion gebe es keine Überschneidungen im Produktangebot. Davon verspricht man sich mittelfristig eine Intensivierung innovativer Lösungen für die Kunden.

In einigen Ländern wie den USA und Russland arbeiten Berstorff und Krauss-Maffei schon seit längerer Zeit enger zusammen. „Die Chemie zwischen den Geschäftsführungen stimmt“, so Osborne.

MPM-Holding in die neue Krauss Maffei GmbH integriert.

Mit der Integration der MPM-Holding in die neue Krauss Maffei GmbH will man Abläufe beschleunigen. „Wir wollen mit der strategischen Neuausrichtung die Organisation der Unternehmensgruppe strukturell vereinfachen und so effizienter und schneller unsere Kunden bedienen“, so Osborne.

Demag Plastics Group wird separat geführt.

Die Ausgliederung der Demag Plastics Group aus dem Unternehmensverbund geschieht in Übereinstimmung mit der Geschäftsführung des Schwaiger Spritzgießmaschinenbauers. „Wir sind genauso wie die Geschäftsführung der Demag Plastics Group der Meinung, dass die Demag Plastics Group eigenständig und unabhängig von der neuen Krauss Maffei GmbH erfolgreicher sein wird“, so Osborne. Nach seinen Worten sei die Demag Plastics Group international gut aufgestellt und gehöre zu den Marktführern in Europa.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:203566)