Manufacturing-Execution-Systeme

Multivac verbessert betriebliche Abläufe mit MES Cronetwork

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Damit diese Arbeitsgänge nicht fälschlicherweise in Cronetwork bemeldet werden, wurde dort über eine Adaption eine Sperre eingebaut. Zusätzlich teilt SAP über diese in SAP gemeldeten Arbeitsgänge immer den aktuellen Status mit, so dass auch in im MES Cronetwork immer der Auftragsfortschritt über alle Arbeitsgänge zu sehen ist, sprich: Der gesamte Fertigungsprozess ist im MES ersichtlich – auch für reine SAP-Arbeitsfolgen.

So gehört etwa auch die lästige Materialsuche in den riesigen Produktionshallen mit einer Fläche von über 50.000 m² heute (fast) der Vergangenheit an, dazu Gerhard Hein: „Früher war dieses Thema für uns so eine Art Black Box, und es kam immer wieder mal vor, dass wertvolle Teile nicht an ihrem eigentlichen Platz waren und auch nicht gefunden wurden, weil keiner mehr wusste, wer es wohin getan hat.

Heute finden wir das einfach über die Rückmeldungen in Cronetwork heraus, weil ich weiß, wer das Material als letzter in der Hand gehabt hat und kann dann nachfragen, „wo hast du das und das hingestellt.“ Das ist ein wirklicher Vorteil. Besonders vor dem Hintergrund, dass die größten Maschinen aus bis zu 10000 Komponenten gefertigt werden.

Größter Nutzen zeigt sich bei Ist-Rückmeldedaten als Basis für das Controlling

Die Cronetwork-Betriebsdatenerfassung wird heute nahezu in der kompletten Multivac-Fertigung eingesetzt. Das Modul Projektzeit steht für das Melden in der Programmierung sowie zufünftig auch von Konstruktions-Arbeitsgängen, das Reportingtool Produktionsinfo – Oracle Discoverer – schließlich für die internen Auswertungen zur Verfügung.

„Der größte Nutzen der MES-Lösung zeigt sich bei den Ist-Rückmeldedaten als Basis für das Controlling, im Überblick über den Arbeitsfortschritt, in der Verringerung der Rückmeldefehler durch laufende Kontrolle und in der Transparenz der Rückmeldedaten“, bringt IT-Chef Wilfried Grewe die großen Vorteile von cronetwork für die Fertigung von Multivac auf den Punkt.

Bei der für Multivac so wichtigen Kapazitätsplanung ist die Stellplatzsteuerung in der Montagehalle ein wichtiges Instrument, dazu Gerhard Hein: „Wir wissen, wir können nur eine gewisse Anzahl Maschinen pro Woche im Normalfall fertigen, und auf dieser Basis können wir planen. Wenn aber auf einmal sehr viele Aufträge mit langen Maschinen kommen, dann wissen wir gleich, das wird eng. Selbst wenn wir das materialwirtschaftlich und produktionstechnisch hinbekommen würden bekommen, fehlt uns dann der Platz – aber eben das wissen wir und können umplanen und montagegerecht fertigen.“

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