Manufacturing-Execution-Systeme

Multivac verbessert betriebliche Abläufe mit MES Cronetwork

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Bei der Funktionalität von Cronetwork sind für Hein neben der Flexibilität in der Parametrierung und der benutzerfreundlichen Web-Oberfläche insbesondere die automatische Anbindung von mehr als 200 Produktionsmaschinen unterschiedlicher Ausprägung die großen Stärken. „Wir haben jetzt mit cronetwork einen echten Automatismus, der es uns einfach und schnell ermöglicht, diese entstandenen Laufzeiten – die sehr viel Geld kosten – den einzelnen Aufträgen korrekt zuzuordnen und damit den Projekten zu belasten. Fazit: Heute wissen wir genau, welches Projekt bringt uns so viel Geld und hat uns wie viel Geld gekostet. Die Zeiten der Black Box sind auch hier vorbei.“

Dieses Wissen hat dann direkte Auswirkungen auf den Bereich der Prozesssteuerung und Prozessverbesserung, dazu nochmals Projektleiter Hein: „Künftig wollen wir von diesen wertvollen Erkenntnissen unsere Vorgabezeiten verbessern, um bei der Terminierung und Kapazitätsplanung auf sichere Vorgaben setzen zu können. Heute ist das noch vage und eher eine Annahme, bei Einzelfertigung ist das immer schwieriger. Und daher haben wir dank dem Einsatz des MES sehr viel gewonnen: wir haben gesicherte Zahlen, die wir auf neue Projekte übertragen können.“

Mitarbeiter gehen aktiver und direkter mit Störungen um

Auch was die Reduzierung der Kosten anbelangt, ist Gerhard Hein zufrieden: „Wir sehen heute auf einen Blick, dass eine Maschine steht, und können sofort die Störungsbehebung anstoßen, wenn das nicht schon geschehen sein sollte. Das sind zwar kleine Dinge, aber wir hatten das vorher so nicht. Die Mitarbeiter selber sind da viel sensibler geworden, gehen aktiver und direkter mit solchen Problemen um. Wenn die Störung am Programm liegt, wird sie gleich an den Programmierer weitergeben. Dieser weiß dann auch sofort Bescheid, dass er was am Programm korrigieren muss. Das Alles führt in Summe zu einer Reduzierung der Kosten, weil der ganze Ablauf Hand in Hand geht, wir schneller sind und weniger vergessen und es so wiederum zu keinen oder wesentlich kürzeren Warte- und Stillstandzeiten kommt.“

Tino M. Böhler ist Fachjournalist in Dresden.

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