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Robotik

Nachhaltige Produktion führt zu Wachstum in der Robotik

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Manche Produktionsschritte sind so komplex, dass sie der Serviceroboter (noch) nicht übernehmen kann. Andererseits kann ein Mensch bei gewissen Arbeiten körperliche Schäden riskieren, so im Fahrzeugrecycling. Dazu entsteht im EU-Projekt Robo-Mate eine intelligente, am Oberkörper befestigte Stützstruktur (Exoskelett), die den Mitarbeiter körperlich entlastet und gleichzeitig die Effizienz und Sicherheit manueller Produktionsabläufe deutlich erhöht.

Man erkennt, die Servicerobotik ist im Aufwind. Im Zeitraum von 2013 bis 2016 sollen knapp 100.000 neue Serviceroboter für den professionellen Einsatz installiert werden. Industrie- und Serviceroboter werden sich dabei wesentliche Techniken teilen. Dazu zählen die sichere Mensch-Roboter-Kooperation, das intuitive Instruieren von Aufgaben und die weiterreichende Nutzung von Sensoren, besonders im Rahmen der Bildverarbeitung. Für die physische Wechselwirkung mit Menschen, Objekten und Prozessen müssen Serviceroboter sicher, robust und mit wachsender Autonomie in der realen Welt handeln. Sie benötigen dafür flexible, universell einsetzbare Greifer und Algorithmen für intelligente Manipulationen, Planungsalgorithmen für kollisionsfreie Bewegungen im dynamischen Umfeld sowie Sensorik und Wahrnehmungsmöglichkeiten, die die Umgebung vollständig erkennen und richtig interpretieren.

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Wirtschaftliche Montagesysteme für die bedarfsorientierte Produktion

Weitere Fortschrittsfelder sind die einfache Integration von Robotik in Maschinensteuerungen und Anlagen und die industrielle Bildverarbeitung. Ohne sie ist eine wirtschaftliche und qualitativ hochwertige flexible Produktion im Sinne von Industrie 4.0 oft kaum noch möglich. Dabei kommt es vor allem auf das Zusammenspiel mit anderen Automatisierungselementen wie Robotern und Handhabungssystemen an.

Wirtschaftliche Montagesysteme für die bedarfsorientierte Produktion – also für eine Bandbreite zwischen Klein-, Mittel- und Großserien – sind eine weitere Kernforderung der Zukunft, erfüllbar mit hochflexiblen, modularen Baukastenlösungen. Diese passen sich dem Produktionsbedarf flexibel an, beispielsweise indem sich Längstransfersysteme nahezu beliebig erweitern lassen, manuelle Arbeitsplätze durch Automatikstationen ersetzt oder vor- und nachgelagerte Prozessschritte automatisiert werden.

„Auf diese Weise können Anwender mit einer Low-Cost-Automatisierungslösung einsteigen und diese bei Bedarf Schritt für Schritt steigenden Ausbringungsraten anpassen. Diese mitwachsenden Montagelösungen geben oftmals den Ausschlag für die Realisierung besonders innovativer Produkte, da sie deren Fertigung dank überschaubarem Investment überhaupt erst möglich machen“, so Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer VDMA Robotik und Automation.

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