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Robotik

Nachhaltige Produktion führt zu Wachstum in der Robotik

| Autor/ Redakteur: Reinhold Mannel / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Die Nachhaltigkeit in der Produktion wird immer wichtiger. Im Rahmen der Mensch-Maschine-Kooperation nehmen Roboter den Menschen zunehmend monotone, gesundheitsschädliche und niederwertige Arbeiten ab. Das macht Arbeitsplätze produktiver, flexibler und ergonomischer.

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Mit innovativen Montagelösungen lassen sich Prozesse weiter optimieren sowie Qualität und Produktivität steigern.
Mit innovativen Montagelösungen lassen sich Prozesse weiter optimieren sowie Qualität und Produktivität steigern.
(Bild: Yaskawa)

Serviceroboter können ihr Umfeld erfassen und interpretieren, sind lernfähig und einfach zu instruieren. Flexibel und autonom, eignen sie sich für höherwertige, individuelle Dienstleistungen, auch in unterstützender Funktion mit dem Menschen. Folgerichtig stößt die marktreife Servicerobotik auf ein immer größeres Interesse, beispielsweise in den Bereichen Medizin und Pflege, Inspektion und Wartung sowie Logistik. Aber auch bei den herkömmlichen Industrierobotern gibt es weiterhin überdurchschnittliche Wachstumsmöglichkeiten.

Folgerichtig haben die Europäische Kommission und Eurobotics AISBL das weltgrößte zivile Forschungs- und Innovationsprogramm für Robotik gestartet. Die Initiative – genannt Sparc – soll Europas führende Position in diesem strategischen Bereich erhalten und ausbauen. Das Gesamtmarktvolumen soll bis zum Jahr 2020 von heute etwa 22 Mrd. Euro auf dann mehr als 60 Mrd. Euro wachsen. Sparc soll in Europa mehr als 240.000 Arbeitsplätze schaffen. Dafür sollen im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon bis 2020 700 Mio. Euro investiert werden. Die Gesamtinvestition der europäischen Industrie soll 2,1 Mrd. Euro erreichen. Europa ist mit einem Anteil von 35 % bereits Marktführer; dennoch soll er bis 2020 auf 42 % anwachsen. Jedoch ist bei der Vernetzung von Maschinen und Geräten auch die Gestaltung der Schnittstellen ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Daher sind passende Schnittstellen zu allen gängigen Industriestandards besonders wichtig.

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Vierte industrielle Revolution führt zur vernetzten Produktion

Die vierte industrielle Revolution – Industrie 4.0 – führt zu einer vernetzten, ressourceneffizienten und hochflexiblen Produktion, wozu Robotik und Handhabungstechnik ihren Beitrag leisten müssen. Gleiches gilt beispielsweise für die Spanntechnik und Greifsysteme, wie Henrik A. Schunk, geschäftsführender Gesellschafter der Schunk GmbH & Co. KG, deutlich macht: „Wir forcieren die intelligente Mechatronik als Antwort auf die Flexibilitätsanforderungen der Smart Factory und als Grundlage für das sichere Greifen. Zudem wollen wir mit vernetzten Systemen neuartige Produktionsprozesse unterstützen.“ Bereits in wenigen Jahren sollen intuitive Steuerungen und die Kommunikation über Webtechniken ebenso zum Standard in der Automatisierung zählen wie eine unterbrechungsfreie Kooperation zwischen Mensch und Roboter. In dieses Bild passt bereits das weltweit erste zertifizierte Safety-Greifsystem von Schunk, denn es etabliert Safety bis auf die Ebene der Aktoren.

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