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Robotik

Nachhaltige Produktion führt zu Wachstum in der Robotik

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Es wird in der Zukunft nicht mehr möglich sein, in aufstrebenden Märkten vor allem Lösungen „von der Stange“ anzubieten. Auch dort sind mit wachsendem Anteil spezialisierte Systeme gefragt. Dies bedingt zwangsläufig eine deutlich stärkere Präsenz vor Ort, wobei nicht nur Service und Projektierung betroffen sind, sondern in manchen Fällen auch Produktionsverlagerungen nicht nur erwägenswert, sondern unbedingt notwendig sein werden, um Marktanteile vor Ort zu halten und auszubauen.

Folgerichtig müssen Automatisierungsunternehmen ihre weltweiten Vertriebsstrategien weiterentwickeln und teilweise stark anpassen, mit Auswirkungen auf das jeweilige Geschäftsmodell. Auch in Schwellenländern wird mehr und mehr die gesamte Servicepalette nachgefragt und gefordert werden.

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Das sieht auch Kuka so, wie Manfred Gundel von Kuka betont: „Unser Service muss sich auch mit auf die lokalen Gegebenheiten einstellen. Er muss auch mit Neukunden umgehen können, die eventuell einen anderen Wissensstand haben, was auch für unsere anderen Unternehmensbereiche gilt. Daher sind – von der Produktentwicklung über Vertrieb und Service bis hin zur Logistik – unsere Prozesse voll auf Internationalität ausgerichtet.“

Globale Wissensgesellschaft fordert Mitarbeiter und Strategien

In zweierlei Hinsicht stellt die globale Wissensgesellschaft hohe Anforderungen an die Robotik und Handhabungstechnik, nämlich an die Mitarbeiter sowie an die Organisation der Wissensstrukturen. So müssen Ingenieure und qualifizierte Mitarbeiter zukünftig mit vernetzten Systemen umgehen und diese betreuen. Zielgerichtete Anstrengungen sind nicht nur bei der Ausbildung neuer Mitarbeiter notwendig, sondern ebenso intensiv auch bei der Weiterbildung der vorhandenen Beschäftigten.

Fachwissen wird in der Zukunft nicht mehr nur innerhalb des Unternehmens und national weitergegeben, sondern weltweit; der internationale Wissens- und Technologietransfer dürfte sprunghaft zunehmen. Unternehmen und Beschäftigte sind gefordert, diesen riesigen Wissenspool zielgerichtet und intensiv für das eigene Unternehmen zu nutzen, müssen gleichzeitig aber auch lebenswichtiges eigenes Know-how schützen. Was einen zunehmend intensiveren Kampf gegen Ausspähungen und andere Formen des Datenmissbrauchs bedeutet.

Klimawandel zwischen Herausforderung und Chance

Der Klimawandel wird auch den Herstellern von Robotik und Handhabungstechnik höhere Aufwendungen für Energie abverlangen, bietet andererseits aber auch enorme Chancen. Denn zum einen werden energiesparende Systeme viel stärker weltweit nachgefragt werden, was den deutschen Herstellern aufgrund ihrer vielfältigen Erfahrungen auf diesem Gebiet deutliche Wettbewerbsvorteile verschaffen dürfte.

Zum anderen werden sich neue Umsatzmöglichkeiten und auch Geschäftsfelder herauskristallisieren, denn notwendige Maßnahmen gegen den Klimawandel werden einen höheren Aufwand für Automatisierungstechnik mit sich bringen. MM

* Reinhold Mannel ist Fachjournalist in Untersiemau

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