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Energie- und Ressourceneffizienz Nachhaltigkeit als Unternehmensphilosophie

| Autor/ Redakteur: Andrea Gillhuber / Andrea Gillhuber

Immer mehr Unternehmen übernehmen bewusst Verantwortung für die Umwelt. Im Maschinen- und Anlagenbau bündeln Initiativen wie Blue Competence das Engagement der Branche und zeigen unterschiedliche Wege zu mehr Nachhaltigkeit in der Produktion.

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Mehr Nachhaltigkeit in der Industrie: Neben der Energie- und Ressourceneffizienz zählt auch die CO2-Emissionsminderung dazu.
Mehr Nachhaltigkeit in der Industrie: Neben der Energie- und Ressourceneffizienz zählt auch die CO2-Emissionsminderung dazu.
(Bild: © wladimir1804 - Fotolia.com)

Deutschland ist bei vielen Rohstoffen, wie etwa Erdöl oder auch Metallerzen, vollständig von Importen abhängig. Nicht nur aus diesem Grund gilt es daher, besonders effizient mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umzugehen. Egal ob Strom oder Metall, Nachhaltigkeit und Effizienzsteigerungen sind ausschlaggebend. Nicht nur Privatpersonen legen vermehrt Wert auf ihren ökologischen Fußabdruck. Auch Unternehmen entscheiden sich für mehr Nachhaltigkeit.

In der Zerspanungsindustrie und auch im Maschinenbau allgemein ist man sich der Verantwortung gegenüber Ressourcen, sei es nun Energie, Metall oder andere Rohstoffe, durchaus bewusst. Daher engagieren sich Unternehmen wie Horn, Röhm und Sandvik für mehr Nachhaltigkeit unter anderem in ihrer Produktion und entlang der Lieferkette.

Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence

Mehr Nachhaltigkeit in der Industrie: Neben der Energie- und Ressourceneffizienz zählt auch die CO2-Emissionsminderung dazu.
Mehr Nachhaltigkeit in der Industrie: Neben der Energie- und Ressourceneffizienz zählt auch die CO2-Emissionsminderung dazu.
(Bild: © wladimir1804 - Fotolia.com)

Um zu zeigen, dass Nachhaltigkeit aber auch die Wirtschaftlichkeit erhöht, hat der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenhersteller, kurz: VDW, im Jahr 2010 die Nachhaltigkeitsplattform Blue Competence für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie platziert. Erklärtes Ziel war, eine ausgeprägtes Bewusstsein für nachhaltige Fertigungstechnik aufzubauen und die Aktivitäten von Industrie und Forschung für Nachhaltigkeit und Effizienz in der industriellen Anwendung zu bündeln.

Im Juli 2011 ging die Marke vom VDW auf den Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau über und steht nun für den gesamten Maschinen- und Anlagenbau. Neben einem Großteil der VDMA-Fachverbände engagieren sich über 400 Unternehmen sowie der europäische Werkzeugmaschinenverband Cecimo für das Projekt. Das erklärte Ziel der Initiative blieb im Grunde unverändert: mit „Energieeffizienzsteigerungen, Nutzung alternativer Energiequellen, einem ressourcenschonenden Umgang sowie einer Reduzierung der Emissionen einen wesentlichen Beitrag für Nachhaltigkeit und somit zu einem besseren Klima zu leisten“.

Durch die Initiative soll gezeigt werden, welches Potenzial die von der Branche entwickelten und zur Verfügung gestellten Technologien haben, um Emissionen zu verringern. Zudem erklären sich die Unternehmen bereit, auch in der eigenen Produktion auf Energie- und Ressourceneffizienz sowie Emissionsminderung zu achten. Die Partner der Initiative übernehmen hierbei eine Vorreiterrolle und zeigen anhand von Best-Practice-Beispielen, wie es funktionieren kann. Außerdem werden die teilnehmenden Unternehmen sensibilisiert, noch nachhaltiger zu werden.

Nachhaltigkeit greifbar machen

Um die Teilnehmer zu motivieren, hat Blue Competence zwölf Leitsätze zur Nachhaltigkeit formuliert. Diese wurden auf der VDMA-Hauptvorstandssitzung am 29. Juni 2017 veröffentlicht und zielen auf vier Bereiche ab: strategisch, operativ, kulturell, kommunikativ. „Mit diesen zwölf nachhaltigen Leitsätzen (siehe Seite 22) haben wir ein Fundament geschaffen, an dem sich alle Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus orientieren können und sollen“, erläutert Markus Asch, Geschäftsführer von Kärcher und Sprecher der Nachhaltigkeitsinitiative. Grund für die Veröffentlichung der Leitsätze war auch, dass die Initiative am Jahresende ausläuft, das blaue Logo jedoch auch weiterhin verwendet werden soll. Allerdings mit der Auflage, dass sich die Unternehmen an die zwölf definierten Leitsätze halten müssen. Naemi Denz betreut als Mitglied der VDMA-Hauptgeschäftsführung das Thema Nachhaltigkeit: „Wir möchten das Thema breit in die Mitgliedschaft hineintragen, unsere Unternehmen bei der strategischen Implementierung unterstützen und klarstellen, dass der ehrbare Kaufmann keine hohle Phrase ist, sondern gelebte Praxis.“

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