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Namur-Hauptsitzung 2013

Namur-Hauptsitzung im Zeichen von Integrated Engineering

| Autor/ Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Wolfgang Ernhofer

Wieder einmal ist Bad Neuenahr auf der 76. Namur-Hauptsitzung der Treffpunkt der Prozessautomatisierer. Mit 576 Teilnehmern verzeichnet die diesjährige Veranstaltung eine absolute Rekordteilnahme. "Mehr geht nicht!", so die Aussage der Organisatoren von der Namur. Im Vordergrund steht dieses Jahr Integrated Engineering.

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Dr. Wilhelm Otten, Vorstand der Namur.
Dr. Wilhelm Otten, Vorstand der Namur.
(Bild: PROCESS)

Längst trifft sich hier das Who is Who aus Anwender- wie Ausrüsterindustrie gleichermaßen. Das Thema ‚Integriertes Engineering‘ passt wie kein anderes in die heutige Zeit, schließlich schreitet die Digitalisierung und Vernetzung extrem voran. „Wir haben mit dem Thema Integriertes Engineering absolut den Nerv der Zeit getroffen, obwohl die Entscheidung für das Thema schon vor eineinhalb Jahren fiel", freut sich Dr. Wilhelm Otten, Vorsitzender der Namur. Inzwischen hat das Thema eine hohe Dynamik von allen Seiten erhalten. Viele Arbeitskreise der Namur, aber auch in anderen Organisationen und Verbänden haben das Thema aufgegriffen“, so Otten in seiner Eröffnung im berstend vollen Auditorium.

Moderne Industrieanlagen sind durch extreme hohe Komplexität gekennzeichnet. Dabei müssen nicht nur große Datenmengen gemanagt, sondern diese müssen auch durchgängig von der Planungsphase bis zum Betrieb verfügbar und aktuell sein. Leistungsfähige und intelligente Tools für die Integration und Planung, Betrieb und Instandhaltung sind daher entscheidend für ein ganzheitliches Engineering über den gesamten Produkt- und Anlagen-Lebenszyklus. Doch die Realität ist derzeit noch eine andere, wie viele Vorträge verdeutlichen.

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Ein gemeinsamer Datenpool

Hans-Georg Kumpfmüller und Eckard Eberle, verantwortliche Manager vom diesjährigen Sponsor Siemens, zeigten, wie mit einem Integrated Engineering die Wettbewerbsfähigkeit gesichert werden kann und zwar in allen fünf Phasen des Anlagenlebenszyklus, etwa im Anlagendesign, der Inbetriebnahme, dem Betrieb und der Optimierung sowie der Instandhaltung.

„Umfragen haben ergeben, dass drei Viertel der Anwender eine integrierte Lösung haben möchten. Nach wie vor sind jedoch viele Engineeringsysteme immer noch Insellösungen“, verweist Kumpfmüller auf eine vor kurzem von PROCESS durchgeführte Marktumfrage. Die Heterogenität der derzeitigen Engineering-Tools kostet viele Anwender derzeit nicht nur Nerven, sondern auch Zeit, und vor allem viel Geld.

Generell werden an die Planung heute größere Herausforderungen gestellt. Das beginnt bei einer verkürzten Zeit bis zum Markteintritt, gleichzeitig wird eine erhöhte Genauigkeit an die Planung gestellt. Dadurch entstehen zudem Terrabytes an Daten, die zwischen den Systemen bewegt werden müssen.

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