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Ökodesign-Richtlinie Neue Anforderungen an Elektromotoren und Frequenzumrichter

Autor / Redakteur: Karin Pfeiffer / Stefanie Michel

Ab Juli verschärft die EU in der überarbeiteten Ökodesign-Richtlinie die Effizienzvorschriften für Elektromotoren. Die vielen Einzelmaßnahmen betriffen auch die Maschinenbauer. Deshalb haben wir Verbände und Hersteller gefragt, was zu beachten ist.

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Ökodesign-Richtline überarbeitet: Ab 2021 und dann nochmals 2023 gelten anspruchsvollere Anforderungen an die Energieeffizienz von Niederspannungsmotoren.
Ökodesign-Richtline überarbeitet: Ab 2021 und dann nochmals 2023 gelten anspruchsvollere Anforderungen an die Energieeffizienz von Niederspannungsmotoren.
(Bild: ABB)

Kleinstmotoren in der Robotik, Kühlventilatoren für Computer oder große Motoren in der Schwerindustrie: Allein in der EU laufen aktuell rund acht Milliarden Elektromotoren – und verbrauchen dabei fast die Hälfte des hier generierten Stroms. Keine Schätzgrößen, sondern offizielle Kennziffern, mit denen die Europäische Kommission die kommende Verschärfung ihrer Ökodesign-Richtlinie für Elektromotoren flankiert. In einer abgespeckten Variante (EG 640/2009) greifen Effizienzvorschriften zwar schon länger. Doch nun wird weiter verschärft. Die Kommission will die bisherigen Energieeinsparungen effizienterer Elektromotoren bis 2030 auf fast 110 TWh jährlich verdoppeln und zielt damit zu einem großen Teil auf die industriell genutzten Drehstrom-Asynchronmotoren (Drehstrommotoren).

„Ab dem 1. Juli 2021 gibt es neue und zusätzliche Anforderungen an Elektromotoren und Frequenzumrichter“, erklärt Bernhard Sattler, Geschäftsführer Fachbereich Elektrische Antriebe im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Dann gilt die „Verordnung (EU) 2019/1781 zur Festlegung von Ökodesign-Anforderungen an Elektromotoren und Drehzahlregelungen“ – für mehr Typen, mit höheren Ansprüchen und größerem Geltungsbereich. „Das betrifft fast alle Maschinenbauer, die Drehstrommotoren in ihren Maschinen einsetzen“, erklärt Florian Breker, Produktmanager Mechatronics bei Lenze, Aerzen-Groß Berkel. Und nicht nur sie.